12. Bremer Filmpreis Ulrich Seidl wird für seine klugen Sozialstudien geehrt

Bremen. Der österreichische Regisseur Ulrich Seidl wird in diesem Jahr mit dem Bremer Filmpreis ausgezeichnet. Verliehen wird ihm der mit 8000 Euro dotierte Preis der Kunst- und Kulturstiftung der Sparkasse am 21. Januar in der Oberen Rathaushalle.
12.01.2010, 13:54
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Ulrich Seidl wird für seine klugen Sozialstudien geehrt
Von Iris Hetscher

Bremen. Der österreichische Regisseur Ulrich Seidl wird in diesem Jahr mit dem Bremer Filmpreis ausgezeichnet. Verliehen wird ihm der mit 8000 Euro dotierte Preis der Kunst- und Kulturstiftung der Sparkasse in Zusammenarbeit mit dem Kino 46 am 21. Januar in der Oberen Rathaushalle.

Ulrich Seidl ist Drehbuchautor, Regisseur und Produzent und ist bekannt geworden durch Dokumentarfilme wie "Models" und "Tierische Liebe". Sein erster Spielfilm "Hundstage" wurde auf den Filmfestspielen in Venedig 2001 mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet.

2007 drehte er mit dem Spielfilm-Drama "Import Export" eine Studie das Arbeitsmigrantion. Da gibt es die ukrainische Krankenschwester, die eine Stelle als Putzfrau in einem österreichischen Pflegeheim antritt. Die zweite Geschichte, die Seidl erzählt, handelt von einem Österreicher, der in der Ukraine das ganz große Geld machen will.

Der gelernte Dokumentarfilmer Seidl hat in "Import Export" die erdachte Geschichte mit möglichst viel Dokumentarischem angereichert. So wurde nur an Origingalschauplätzen gedreht, teilweise mit Amateuren. Dabei gleitet Seidl nie ins Voyeuristische ab, und genau das lobt die Bremer Jury: Der Regisseur "verfolgt das seltene Ziel, Würde dort herzustellen, wo die Verhältnisse keine Würde kennen", heißt es in der Begründung.

Zur Jury des Bremer Filmpreises, der am Donnerstag, 21. Januar, um 18 Uhr in der Oberen Rathaushalle vergeben wird und mit 8000 Euro dotiert ist, gehören die Filmredakteurin Cristina Nord, der Filmemacher Pepe Danquart und Dr. Rainer Rother, Direktor des Museums für Film und Fernsehen Berlin.

Der Preis, auch "Bremer Wundertüte" genannt, wird jedes Jahr von einem Bremer Künstler gestaltet. Bisher wurden mit dem Bremer Filmpreis unter anderem geehrt: Bruno Ganz, Agnes Varda, Ken Loach, Lars von Trier und Nina Hoss.

Filme von Ulrich Seids zeigt das Kino 46 in den kommenden Wochen: "Hundstage"am Donnerstag, 21. Januar, 21 Uhr (in Anwesenheit von Ulrich Seidl) sowie am Samstag, 30. Januar, 20.30 Uhr. "Mit Verlust ist zur rechnen"am Dienstag, 26. Januar und am 2. Februar um jeweils 20.30 Uhr, das Doppelprogramm "Der Busenfreund"/"Spaß ohne Grenzen" am Freitag, 29. Januar und am Sonntag, 31. Januar, um jeweils 20.30 Uhr, "Tierische Liebe"am Freitag, 29. und am Sonntag, 31. Januar um jeweils 18 Uhr und "Models"am Samstag, 30. Januar, 18 Uhr und Mittwoch, 3. Februar, 20.30 Uhr.

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