Rundgang über die Breminale Wieder für alle etwas dabei

Bremen. Die Angebotspalette von Rockmusik bis zu kreativen Kinderaktionen macht das Freiluftfestival am Osterdeich unverwechselbar. Ein Rundgang über die Breminale 2010.
01.07.2010, 20:40
Lesedauer: 2 Min
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Von Daniel Goerke

Bremen. Am Abend dröhnt die Rockmusik in den Zelten der Breminale auf den Osterdeichwiesen. Die Zuhörer tanzen und singen mit. Für die Kapelle, die am Nachmittag ihren Auftritt hat, braucht es keine Bühne, keine Lautsprecher oder Mikrofone. Mit einem Wasserorchester lockte das Ferienfest für Kinder trotz tropischer Temperaturen Dutzende Familien an die Weser.

Es ist ihr abwechslungsreiches Programm, das die Breminale bei den Bremern so beliebt macht - 150000 Besucher im vergangenen Jahr sprechen eine deutliche Sprache: Von Weltmusik-Stars bis zur lokalen Nachwuchsband, von Filmkunst bis Kinderkultur, vom Zirkus bis zum Varieté ist alles vertreten.

Auf der Weltbühne war gestern beispielsweise ein großer Name der Musikgeschichte zu Gast: 'The Rattles'. Von ihren englischen Fans wurde die Hamburger Band in den 60er-Jahren 'Die deutschen Beatles' genannt. Seit fast fünfzig Jahren stehen 'The Rattles' auf der Bühne und begeistern die Fans mit ihrer Musik. Dass sie nichts verlernt haben, bewiesen die Rocker gestern eindrucksvoll.

Wasserorgel und Flaschophon

Das Wasserorchester für die Kleinen sorgte am Nachmittag für eine kleine Abkühlung. Die Kinder probierten fasziniert das Platsch- und Plumpsklavier, das Flaschophon oder die Wasserorgel aus. Nachwuchsmusiker erzeugen mit diesen Instrumente lediglich mit Hilfe von Wassers Töne und Klänge in unterschiedlichen Höhen, Tiefen und Lautstärken.

Der kleine Jasper hatte an den Plitsch-Patschen seinen Spaß - keine trockene Angelegenheit was bei dem Wetter gestern aber niemanden störte. Jaspers Vater Erik Horster freute sich über das ungewöhnliche Angebot für Kinder auf der Breminale. 'Den Kindern macht das Spielen mit Wasser immer Spaß', sagt Horster. Schon im vergangenen Jahr war er mit seinem Nachwuchs auf der Breminale. 'Damals drehte sich alles um Klangspiele', erinnert sich der Vater, 'das war auch eine gute Idee.'

Nur wenige Meter weiter ist der Naturschutzbund (NABU) mit einem Stand vertreten. Die Mitarbeiter des NABU sind nicht allein gekommen, sondern haben zwei Esel mitgebracht. Mutig stellt sich die eineinhalbjährige Elisabeth an den Zaun und steckt eine Möhre hindurch. Langsam drehen sich die Esel um und trotten auf Elisabeth zu. Unsicher blickt sie sich zu ihrer Mutter um, die hinter ihr steht. Mit großen Augen beobachtet Elisabeth wie ihr die vergleichsweise riesigen Esel aus der Hand fressen.

Neben Elisabeth steht Annesofie. Sie ist zwar etwas älter, aber nicht weniger fasziniert. Auch ihr fressen die Esel aus der Hand. Auffällig an Annesofie ist aber weniger die Möhre in der Hand als vielmehr die Nummer auf dem Arm. Mit Kugelschreiber hat ihr ihre Mutter die Telefonnummer auf den Arm geschrieben. Falls Annesofie in all dem Trubel mal verloren gehen sollte, weiß die Polizei sofort, wo sie anrufen muss.

Für Abkühlung sorgten auch zahlreiche Planschbecken auf dem Gelände. Nicht nur die Kleinen tummelten sich darin. Auch die Eltern ließen die Chance nicht ungenutzt und kühlten sich ab. Bei André Sassenroth vom Bremer Kunstprojekt 'Marnic Circus' konnten sich die Kinder mit Farben austoben. Wer ein T-Shirt mitgebracht hatte, konnte es mit Schablonentechnik besprühen und dabei seiner Kreativität freien Lauf lassen.

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