Nach dem Weggang von Charlotte Roche Zahllose Bewerbungen für 3nach9

Bremen. Eines ist ganz sicher: Giovanni di Lorenzo wird die nächste „3nach9“-Talkshow nicht allein moderieren. Wer in gut vier Wochen am 26. Februar mit ihm die Gastgeber-Rolle übernimmt – darüber schießen momentan die Spekulationen mächtig ins Kraut.
23.01.2010, 07:06
Lesedauer: 2 Min
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Von Peter Groth

Bremen. Eines ist ganz sicher: Giovanni di Lorenzo wird die nächste „3nach9“-Talkshow nicht allein moderieren. Wer in gut vier Wochen am 26. Februar mit ihm die Gastgeber-Rolle übernimmt – darüber schießen momentan die Spekulationen mächtig ins Kraut. Über Namen schweigen sich Verantwortliche von Radio Bremen momentan beharrlich aus. Nur so viel: Eine neue feste Moderatorin wird es sobald noch nicht geben.

Bei Radio Bremen gibt man sich derzeit zugeknöpft – der schnelle Abgang von Charlotte Roche hat die Verantwortlichen des Senders auf dem falschen Fuß erwischt. Auch wenn es durchaus Kritik an ihrem Auftreten gab und die Zuschauerzahlen bundesweit auf durchschnittlich knapp 800<ET>000 verharrten – Redaktionsleiter Helge Haas und sein Team wollten dem Gespann Roche/di Lorenzo noch Entwicklungszeit geben. Allein Charlotte Roche sah diese Perspektive in dem vorgegebenen Sendeformat nicht und stieg nach der fünften Talkshow Knall auf Fall aus.

Seit einer Woche wird nun Ersatz gesucht. Vorerst für die Sendung am 26. Februar. Tendenz im Hause Radio Bremen: Bevor man nun mit großem Medienrummel wie bei der Bestellung von Charlotte Roche im Spätsommer 2009 große Erwartungen beim Publikum weckt, die dann eventuell wieder von der Roche-Nachfolgerin nicht erfüllt werden, will man erst einmal auf wechselnde Gast-Moderatorinnen setzen.

Nur so viel steht fest: Eine Frau soll es auf jeden Fall wieder sein. Ansonsten aber schweigen die Verantwortlichen des Senders, wenn man sie nach Namen fragt. „3nach9“-Chef Helge Haas gestern aus Köln: „Es wird am 26. Februar definitiv eine Moderatorin an der Seite von Giovanni di Lorenzo geben, aber das wird nicht die neue ,3nach9’-Moderatorin der Zukunft sein.“ Tatsache ist, dass nach dem Ausscheiden von Amelie Fried im August 2009 zahllose Bewerbungen in der Redaktion eingingen. Und auch nach dem überraschenden Abgang von Charlotte Roche brachten sich umgehend mehrere Bewerberinnen wieder in Erinnerung und formulierten ihr Interesse an dem Job in der ältesten Talkshow im öffentlich-rechtlichen Fernsehen.

Helge Haas: „Wir haben eine Lawine von Bewerbungen, das reicht von hochkarätig ausgewiesenen Kolleginnen bis zu Frauen, die noch nie vor einer Kamera gestanden haben. Im Moment sondieren wir, strecken aber auch unabhängig von diesen Bewerbungen unsere Fühler in alle Richtungen aus.“

Namen nennt Haas nicht. Auch nicht den von Bärbel Schäfer, die aus Bremen stammt, immer noch enge familiäre Bindung hierher hat, derzeit nur beim Hessischen Rundfunk als Radiomoderatorin tätig ist und eine eigene Produktionsfirma unterhält. Frei wäre auch Sabine Christiansen, die momentan nicht moderierend auf den Bildschirmen deutscher Fernsehsender präsent ist. Ihr Engagement kommt für Radio Bremen allerdings kaum in Frage. Erstens ist sie zu teuer für den Sender, und zweitens will und muss sich die deutlich in die Jahre gekommene Sendung ja erneuern.

Deshalb wäre auch eine neuerliche Verpflichtung von Amelie Fried als „Aushilfe“ nur schwer vorstellbar – die erfolgreiche Autorin müht sich momentan mit Ijoma Mangold, ihrer ZDF-Büchersendung „Die Vorleser“ ein Gesicht zu geben.

Innovativ, frisch und jung – diese Attribute werden gemeinhin der jungen Katrin Bauerfeind nachgesagt, die 2009 vielbeachtet ein Popkulturmagazin auf 3sat moderierte. Sie ist allerdings seit September vergangenen Jahres fest in das Team von Harald Schmidt eingebunden.

Als aussichtsreiche Kandidatin käme auch Judith Rakers in Frage, die seit fünf Jahren als Sprecherin für die Tagesschau arbeitet. Parallel war sie beim NDR für das „Hamburg Journal“ tätig und dort seit sieben Jahren die Hauptmoderatorin. Diese Tätigkeit hat Judith Rakers in dieser Woche auf eigenen Wunsch aufgegeben, weil sie sich „stärker der Tagesschau und neuen Projekten widmen“ will.

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