HfK trauert

Nicolas Schalz und Bernard Hebb gestorben

Nicolas Schalz, Musikwissenschaftler, und Bernard Hebb, beides langjähriger Professoren an der Hochschule für Künste Bremen (HfK), sind verstorben.
09.09.2020, 05:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Nicolas Schalz und Bernard Hebb gestorben
Von Iris Hetscher

Bremen. Der Musikwissenschaftler und langjährige Professor an der Hochschule für Künste Bremen (HfK), Nicolas Schalz, ist tot. Er wurde 82 Jahre alt. Wie der WESER-KURIER erfuhr, ist er am vergangenen Donnerstag nach langer Krankheit gestorben. Nicolas Schalz, der 1938 im luxemburgischen Fouhren geboren wurde, hat sich große Verdienste um die Neue Musik erworben. Er war zunächst als Dozent für die HfK tätig, ab 1980 dann als Professor für Musikwissenschaften außerdem von 1998 bis 2000 als Konrektor. Seine Leidenschaft war die Musik, seine Passion die Suche, wie man musikgeschichtliche Zusammenhänge auf vielfältige Weise offenlegt. Als Mitbegründer der „Projektgruppe neue Musik“ (pgnm) widmete er sich unter anderen mit der Ausrichtung des Festivals „Biennale Aktueller Musik“ zeitgenössischer Musik, Rezeption und Komposition.

Mit großem Engagement und Hingabe habe er die Hochschule in vielseitiger Weise mitgestaltet und das Musikleben in Bremen geprägt, schreibt die HfK in einer würdigenden Mitteilung. Nicolas Schalz hat zudem unter anderem das kirchlich-theologische Projekt „Lehrhaus“ vorangebracht. Wer ihn kannte, schätzte ihn als sehr angenehmen, freundlichen und zugewandten Gesprächspartner.

Die Hochschule trauert zudem um Bernard Hebb, der von 1980 bis 2006 Professor für klassische Gitarre war. Hebb wurde 1941 im US-Bundesstaat Massachusetts geboren. Er begann ein Gitarrenstudium zunächst in seiner Heimat und setzte es an der Wiener Musikhochschule fort.

Bernard Hebb unterrichtete danach mehrere Jahre als Dozent für klassische Gitarre am Hamburger, danach am Bremer Konservatorium. 1980 wurde er als Professor an die HfK berufen. Dort habe er maßgeblich die Ausbildung an der Gitarre etabliert, schreibt die Hochschule in einem Nachruf. Zu seinen Schülern zählten unter anderen Bernd Ahlert, Katja Bergström, Ulf Kröger und Ki-Bum Park. Hebb war unter anderem Mitbegründer der Zevener Gitarrenwoche und Jurymitglied internationaler Festivals, auf denen er auch Meisterklassen unterrichtet. Seine pädagogische Tätigkeit ergänzte Hebb durch Konzerte, die ihn durch Europa, die USA und bis nach Australien führten.

Für seine Verdienste erhielt Bernard Hebb unter anderem das Goldene Ehrenzeichen durch den Verband der Arbeiter-Musikvereine Österreichs (VAMÖ), den Pakhus-Preis der Århus-Kunstakademie Dänemark (2002), die Silberne Ehrenmünze der Stadt Zeven (2005), und ist im US-amerikanischen „Who's Who“ eingetragen.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+