Flüchtlingskinder im Bildungssystem

Kultusminister sehen Erfolge bei Integration

Hunderttausende geflüchtete Kinder und Jugendliche müssen ins deutsche Schul- und Ausbildungssystem integriert werden. Eine riesige Herausforderung. Die Kultusminister der Länder sehen Erfolge.
05.10.2016, 21:25
Lesedauer: 2 Min
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Kultusminister sehen Erfolge bei Integration
Von Sara Sundermann
Kultusminister sehen Erfolge bei Integration

Zum Auftakt der zweitägigen Kultusministerkonferenz der Bundesländer (KMK) in Bremen, demonstrieren Ewaz aus Syrien, Jibran Khalil aus Pakistan und Miguse aus Eritrea mit dem Plakat "Schule für Alle!" für das Recht auf Bildung für Flüchtlingskinder- und Jugendliche (dpa)

dpa

Hunderttausende geflüchtete Kinder und Jugendliche müssen ins deutsche Schul- und Ausbildungssystem integriert werden. Eine riesige Herausforderung. Die Kultusminister der Länder sehen Erfolge

Bundesweit wurden im vergangenen Jahr fast 300 000 Zuwandererkinder an deutschen Schulen aufgenommen, die meisten davon sind Flüchtlingskinder. Das stellen die Teilnehmer der Kultusministerkonferenz (KMK) fest und betonen, dies stelle „den gesamten Bildungsbereich vor beträchtliche Herausforderungen“. Spracherwerb und Teilhabe am regulären Schulbetrieb sei aber zentral dafür, dass Integration gelingen könne.

Die Kultusminister betonten, dass noch viel zu tun ist. „Alle 16 Bundesländer sind sich einig, dass die Integration ins Bildungssystem eine wichtige, vordringliche Aufgabe ist, die wir lösen müssen“, sagte Bremens Wissenschaftssenatorin Eva Quante-Brandt (SPD), die derzeit Vorsitzende der KMK ist. Die Fachminister und Regierungsvertreter beschlossen aber bei ihrem Treffen in Bremen keine konkreten nächsten Schritte, um dies anzugehen. Im Zentrum stand der Austausch untereinander.

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Klar ist: Der Fachkräftemangel bei Lehrkräften betrifft alle, alle Länder betonten zudem, dass sie finanziell in der Bildung an ihre Grenzen kommen. Gewürdigt wurde, dass in Kitas, Schulen und Hochschulen „mit Hochdruck, großem Engagement und hoher Kompetenz“ daran gearbeitet werde, die geflüchteten Kinder und Jugendlichen zu integrieren und pädagogisch zu begleiten.

„Kein Kind oder Jugendlicher mit Fluchthintergrund darf zurückgelassen werden“, betonen die KMK-Teilnehmer in einer gemeinsamen Erklärung. Um dies zu gewährleisten, hätten Länder und Kommunen „den enormen zusätzlichen Raum-, Ressourcen- und Personalbedarf schnell, unkonventionell und unbürokratisch gedeckt“.

Für Geflüchtete solle der Zugang zur Berufstätigkeit verbessert werden, teilen die Fachminister mit. Dafür sei eine schnelle Bewertung und Anerkennung der mitgebrachten Qualifikationen von besonderer Bedeutung. Geprüft werden soll zudem, „auch für junge Menschen mit ungewisser Bleibeperspektive qualifizierende Maßnahmen zu entwickeln und anzubieten“. Die Zeit, in der geprüft wird, ob sie ein Bleiberecht haben, sollen sie zur Ausbildung nutzen können, heißt es in der Erklärung – um sich „eine Basis für eine Existenzgrundlage auch im Heimatland schaffen zu können“.

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