Ausstellung in der Atelierhofgalerie Kunstwerk mit Köder-Maden

Ostertor. Aus Seide, Farbe und Papier bestehen die Schachteltürme in der Atelierhofgalerie. "Für diese Ausstellung habe ich mich mit kleinen Tieren - den Wanzen, Käfern, Maden und Raupen beschäftigt", berichtete die Künstlerin Brigitte Nebel bei der Ausstellungseröffnung. Sie betreibt in der Lahnstraße 15 das Atelier "Buch & Tuch". Metamorphosen von Naturmaterial - darum geht es auch Gisa Göbel-Werner, die in Oberneuland wohnt und arbeitet. Beide Künstlerinnen stellen ihre Arbeiten noch bis zum Freitag, 30. März, im Atelierhof, Alexanderstraße 9b, aus.
26.03.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Kerstin thompson

Ostertor. Aus Seide, Farbe und Papier bestehen die Schachteltürme in der Atelierhofgalerie. "Für diese Ausstellung habe ich mich mit kleinen Tieren - den Wanzen, Käfern, Maden und Raupen beschäftigt", berichtete die Künstlerin Brigitte Nebel bei der Ausstellungseröffnung. Sie betreibt in der Lahnstraße 15 das Atelier "Buch & Tuch". Metamorphosen von Naturmaterial - darum geht es auch Gisa Göbel-Werner, die in Oberneuland wohnt und arbeitet. Beide Künstlerinnen stellen ihre Arbeiten noch bis zum Freitag, 30. März, im Atelierhof, Alexanderstraße 9b, aus.

"In meinen Arbeiten reizt mich die Aus-einandersetzung und die Kombination der Materialien Holz und Metall", sagt Gisa Göbel-Werner. So stößt der Betrachter auf den Ast einer Kokospalme, die als "Lebenselixier" den Kreislauf von Leben und Tod versinnbildlicht. Neben Filzkugeln, die stellvertretend für die Früchte im Reifeprozess stehen, hängen auch Köder-Maden im Kunstwerk. "Die habe ich zu Hause im Backofen geröstet", erzählt die Künstlerin. Den Ast hat Göbel-Werner aus Indien mitgebracht, wo sie oft hinfährt.

Bäume - das ist ihr Thema. Das zeigt sich auch in der Fotoausstellung, die parallel in der Atelierhofgalerie zu sehen ist und Ausschnitte von Maserungen von Baumstämmen zeigt. Aus Bäumen lässt Gisa Göbel-Werner Skulpturen und Götterwelten entstehen. Auch ein Holunderbaum wächst in der Atelierhofgalerie: "Das ist der Baum der Göttin Holla." Die Zauberpflanze spielt in vielen Mythen eine wichtige Rolle.

Am bedeutsamsten ist für Gisa Göbel-Werner das Material. Raum zu eigenen Assoziationen möchte sie dem Betrachter überlassen. Oft stellt sie Holz und Metall gegenüber und verbindet die gegensätzlichen Materialien spielerisch zu einer Komposition. Immer arbeitet die Künstlerin mit dem Prinzip der Verfremdung: Hier das weiche Holz mit fließenden, teils bizarren Formen, dort die harten glatten oft kantigen Formen des Metalls, das zusammen als Skulptur eine Verbindung eingeht.

Auch Metallgegenstände erfahren durch die neue Zusammensetzung einen Bedeutungs- und Gestaltwandel. Das macht sie auch mit banalen Alltagsgegenständen wie Haarbürsten, die einen Sinneswandel erfahren. In Dutzenden Plexiglaskästen, die die Künstlerin eigens anfertigen lässt, hat sie Szenen mit den Hauptakteuren von Haaren angefertigt. "Diese Bürsten berichten von einem langen Leben", sagt sie und verweist auf ihre Großmutter. Die Bürsten seien einmal neu gewesen und sehr schön. "Sie haben ausgedient, aber können noch Geschichten erzählen", stellt Gisa Göbel-Werner fest.

Die Ausstellung "Zweimal Dreidimensionales" ist noch bis zum 30. März in der Atelierhofgalerie zu sehen, geöffnet dienstags bis freitags von 15 bis 19 Uhr. Mehr Infos unter www.goebel-werner.de und www.buchundtuch.de.

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