Huchtinger Tennisverein-Süd lädt zum ersten Blackminton-Turnier im Dunkeln ein Kunterbunt bemalt aufs Spielfeld

Die Gesichtszüge ihrer Gegner können die Spieler nicht sehen. Dafür ihre buntstrahlende Kleidung und die fluoreszierende Schminke in Gesicht, an Armen und Beinen. Und die leuchtenden Federbälle, die im hohen Bogen durch die Halle fliegen
03.01.2013, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Katharina Hirsch

Die Gesichtszüge ihrer Gegner können die Spieler nicht sehen. Dafür ihre buntstrahlende Kleidung und die fluoreszierende Schminke in Gesicht, an Armen und Beinen. Und die leuchtenden Federbälle, die im hohen Bogen durch die Halle fliegen

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Huchting. Mal was anderes hat der Tennisverein Süd auf seiner Anlage ausprobiert: Speedminton, eine Mischung aus Tennis, Squash und Badminton, und das auch noch im Dunkeln. Das nennt sich dann Blackminton und ist eine leuchtend bunte Sache. Damit die Spieler auch etwas sehen, werden fluoreszierende Farben verwendet und Schwarzlicht eingeschaltet. Das hat sogar ein bisschen was von Disko.

Für reine Zuschauer ist das Ganze allerdings ziemlich uninteressant: In die Vereinsgaststätte kommt die Akustik aus der Halle nicht herein. Selbst die im Schankraum nur halbe und gedimmte Beleuchtung spiegelt sich in den Fenstern, durch die man hinübersehen kann, aber von der Leuchtkraft der Neonfarben unter Schwarzlicht kommt dort kaum etwas an. Der einzige Vorteil an dieser Zuschauerperspektive ist der gemütlich geheizte Gastraum.

Viel besser sieht es in der Halle selbst aus, die aber natürlich nicht in Straßenschuhen betreten werden darf. Laute Musik sorgt für Partystimmung. "Wir wollen Krach haben," sagt Mitorganisator Olaf Lücke. Und ausnahmsweise bietet sich nun endlich mal eine gute Möglichkeit, die düstere Jahreszeit zu nutzen, denn schon um 17 Uhr hat sich das Tageslicht verabschiedet und so ist der perfekte Grad an Dunkelheit für das Farbspektakel bereits erreicht.

Schläger und Bälle leuchten

Kunterbunt und ganz individuell haben sich die Spieler und Spielerinnen des Tennisverein-Süd angemalt, jeder nach eigener Lust und Laune. Die Netze auf den drei Hallen-Tennisplätzen wurden an der oberen Kante mit Neonbändern durchzogen, die Schläger und Bälle leuchten. Die Materialien und Schwarzlichtlampen wurden ausgeliehen.

Das Echo auf die Ankündigung war erstaunlich gut. Der sportliche Leiter Michael Brogsitter hatte mit ungefähr 30 Anmeldungen für den Abend gerechnet, über 60 sind es geworden. Quer durch den Verein haben sich Mitglieder von zwölf bis 70 Jahren registrieren lassen und gespielt wird genauso kunterbunt, wie die Farben es sind – Regionalliga, Kreisklasse, Amateure. Gut gegen schlecht, Alt gegen Jung, vorerst drei Einzel-Paare pro Feld, später Doppel. Und etwa alle 15 Minuten wird durchgetauscht, damit auch wirklich jeder ans Netz kommt. Es ist kein Turnier. "Wir wollen hier eigentlich nur Spaß", erzählt Lücke, und soweit man es von den Gesichtern der Mitglieder im Dunkeln erahnen kann, klappt das.

Für die Zukunft überlegen die Organisatoren Michael Brogsitter und Olaf Lücke, der die Idee zu dieser Veranstaltung hatte, dauerhaft eine solche Ausrüstung für den Verein zu kaufen. Vielleicht werden sie das Schwarzlicht sogar fest in der Halle installieren, damit dann öfter fluoreszierend in der Dunkelheit gespielt werden kann. "Im Dunkeln zu spielen, ist eine ganz andere Situation", erklärt Lücke. Schließlich fällt es durch die wenigen, aber leuchtenden Gegenstände sehr viel leichter, sich nur darauf zu konzentrieren. Brogsitter möchte allerdings für zukünftige Spiele unter Schwarzlicht gern weiche Methodikbälle aus dem Tennisbereich nehmen: Die sind langsamer und bergen somit weniger Verletzungsgefahren. Immerhin ist bei geringerer Sicht gleichzeitig die Stolpergefahr wesentlich höher.

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