Im Vorfeld des Internationalen Frauentages diskutieren Bremerinnen über Arbeit Kurze Vollzeit für alle

Bremen. Es ist noch nicht lange her, da wurden Lehrerinnen noch entlassen, wenn sie heirateten. Und nicht nur sie.
23.02.2017, 00:00
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Kurze Vollzeit für alle
Von Monika Felsing

Bremen. Es ist noch nicht lange her, da wurden Lehrerinnen noch entlassen, wenn sie heirateten. Und nicht nur sie. Die Arbeitsmarktlage hat großen Einfluss darauf, wie die Erwerbstätigkeit von Frauen bewertet wird. In der Veranstaltungsreihe „Leben 4.0 – schneller, höher, weiter?“ zum Internationalen Frauentag ist Arbeit eines der bestimmenden Themen.

Die Reihe ist schon angelaufen und geht bis Ende März. Am Montag, 27. Februar, wird um 15 Uhr die Ausstellung „Von der Tradition zur Emanzipation – bemerkenswerte sahrauische Frauen“ im Bamberger-Haus der Volkshochschule, Faulenstraße 69, eröffnet. Um 18 Uhr diskutiert dann der Ortsfrauenrat der Gewerkschaft Verdi im Tivolisaal des DGB-Hauses, Bahnhofsplatz 22-28, über „Arbeit 4.0 und Arbeitszeitverkürzung“. Die Arbeits- und Geschlechtersoziologin Margareta Steinrücke schildert Chancen und Herausforderungen, die es nicht nur für Frauen in der digitalisierten Arbeitswelt gibt. „Kurze Vollzeit für alle als Lösung?“ ist eine der Kernfragen. „Ist die Arbeitszeitverkürzung eine Chance, Arbeit und Dienstleistungen menschengerecht zu gestalten?“

In der Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau, Knochenhauerstraße 20-25, wird am Mittwoch, 1. März, um 18 Uhr die Ausstellung „Leben 4.0“ eröffnet, an der sich 20 Bremer Künstlerinnen beteiligen. Das internationale Frauennetzwerk Business and Professional Women (BPW) stellt sich am gleichen Tag um 18.30 Uhr im Ratskeller vor. Frauen aus allen Lebensbereichen können an dem offenen Treffen teilnehmen. Und die Arbeitsgemeinschaft Frauenpolitik der Linken will mit der Kulturwissenschaftlerin Silja Samerski am Sonnabend, 4. März, um 16.30 Uhr im Abgeordnetenbüro, Doventorstraße 2, über Frauen in der „schönen neuen Gesundheitswelt“ diskutieren.

„Certain Women“, gewisse Frauen. Der Titel des Episodenfilms von Kelly Reichardt aus den Bergen Montanas lässt erahnen, dass die Heldinnen nicht der gesellschaftlichen Norm entsprechen. Gezeigt wird der Film im City 46, Birkenstraße 1, ab Donnerstag, 2. März, um 18 Uhr. Die Karten kosten 7,50 bis neun Euro, ermäßigt 4,50 bis 5,50 Euro.

Eine weitere Filmemacherin, Susanne Riegler, hat sich mit der Geschichte der Abtreibung befasst. Ihre Dokumentation „Der lange Arm der Kaiserin“ aus dem Jahr 2012 läuft in Kooperation mit Pro Familia am Donnerstag, 2. März, um 19.30 Uhr im City 46, der Eintritt entspricht in etwa dem des ersten Films.

„Was ist denn fair“, fragen sich Frauen aus der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen am Freitag, 3. März, dem Weltgebetstag der Frauen (Näheres in unserer nächsten Ausgabe), der in den öffentlich ausliegenden Programmen zum Frauentag aufgeführt ist.

Anmelden können Frauen sich schon jetzt für ein Lesebühnenprojekt im Forum Kirche, Hollerallee 75. In dem Bildungsurlaub des Evangelischen Bildungswerks von Montag bis Freitag, 6. bis 10. März, leihen sie Flugpionierinnen ihre Stimme.

Die Teilnahme kostet 140 Euro, ermäßigt 100 Euro. Anmeldungen sind unter 346 15 35 möglich.

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