Wiedereröffnung in Bremen am 20. August

Kurzfilme werben für die neue Kunsthalle

Bremen. Auf kleinen Bildschirmen im Schaufenster, auf Büchertischen und auf dem Tresen können Passanten in der Bremer City bis zum 29. August Kurzfilme ansehen, die auf die Wiedereröffnung der Kunsthalle Bremen am 20. August hinweisen.
02.08.2011, 12:35
Lesedauer: 2 Min
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Bremen. Auf kleinen Bildschirmen im Schaufenster, auf Büchertischen und auf dem Tresen können Passanten in der Bremer Innenstadt bis zum 29. August Kurzfilme ansehen, die auf die Wiedereröffnung der Kunsthalle am 20. August hinweisen. Die Filme sind von Studenten des Studienganges Digitale Medien gedreht worden, das Projekt ist in Kooperation mit der Hochschule für Künste Bremen sowie der Bremer Citiyinitiative entstanden.

Ganz langsam presst sich der rostige alte Schlüssel in die Melone. Der Schlüssel biegt sich nach rechts, als ob er die Melone aufschließen will. Ein paar Sekunden bewegt sich nichts. Dann, im nächsten Bild, ist die Melone in zwei Hälften zerteilt. Nur noch ein Löffel zeugt davon, dass das Fruchtfleisch längst aufgegessen ist.

Der Film dauert nicht lange, noch nicht mal eine Minute. Der Macher, Takahiro Miyagi,hat seine ganz eigene Sichtweise auf Kunsthalle Bremen präsentiert. Vorgegeben war nur das Motto:„Aufgeschlossen!“ Und das Format: ein Kurzfilm sollte es sein.

40 solcher Kurzfilme sind auf diese Weise entstanden. Trickfilme, Experimentalfilme, animierte Filme. Sie alle beschäftigen sich mit der Wiedereröffnung der Kunsthalle Bremen am 20. August. Studenten des Studienganges Digitale Medien gestalteten das Projekt in Kooperation mit der Hochschule für Künste Bremen und der Bremer Citiyinitiative.

Filme laufen in Endlosschleife

Das Besondere: Sie werden wieder und wieder gezeigt. In Endlosschleife. Auf normalen Fernsehbildschirmen, auf kleinen Bildschirmen in goldenen Foto-Video-Rahmen, in Schaufenstern, auf Büchertischen oder auf dem Tresen. Insgesamt 36 Geschäfte, Kinos und Hotels, Buchhandlungen, Kaufhäuser und Restaurants in der Bremer Innenstadt zeigen die Filme noch bis zum 29. August, jeweils fünf bis sieben Filme pro Standort. Auch in der Bremer Touristik-Zentrale und im Schnoor-Handelskontor laufen sie. Sie sollen Lust machen auf die Kunsthalle. Als Appetithäppchen nicht alles lang und breit erklären, sondern durch Bilder Emotionen und assoziative Gedankengänge anregen. „Die Filme kommen ohne Ton und ohne erklärende Texte aus“, sagt Hochschul-Dozent Joachim Hofmann. „Sie sollen ja für Passanten, die in der Innenstadt an den Bildschirmen vorbeigehen, selbsterklärend sein.“

Wulf Herzogenrath, Direktor der Bremer Kunsthalle, ist begeistert von dem Filmprojekt. „Das ist eine Auszeichnung für unsere Arbeit“, sagt er. „Eine Anerkennung, dass Kaufleute und Geschäfte da mitziehen.“ Corinna Boetzel von der Cityinitiative denkt an erster Linie an die Kunden in den Geschäften: „Für die ist das mal was ganz Anderes und deshalb so interessant“, freut sie sich.

Den Beweis, wie unterschiedlich und manchmal auch abgedreht die Herangehensweise der Studenten ist, liefert der Kurzfilm von Jeanne-Renée de Lorraine: Ein junger Mann mit Bart und gelben T-Shirt blickt erst in die Kamera, zeigt abwechselnd Handflächen und Handrücken. „Bremen will mehr Kunst“, steht darauf geschrieben. Dann wird er mit grell-schleimiger Farbe vollgespritzt.

Am Samstag, 27. August, sollen alle Filme im Rahmen der Langen Shopping-Nacht von 20 bis 24 Uhr im Hanseatenhof präsentiert werden. Die modernisierte Kunsthalle öffnet nach Umbau und Erweiterung am Samstag, 20. August, wieder für Besucher.

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