Italienische Küche vom Feinsten in leicht sterilem Design La Calma im Stadtteil Peterswerder

Die Restaurant-Landschaft in Bremen ist in ständiger Bewegung. Neben den bekannten, alteingesessenen Lokalen gibt es abseits der eingetretenen Pfade so manches Juwel zu entdecken. So hat im Mai 2013 das Restaurant La Calma neu eröffnet.
31.01.2015, 11:12
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Die Restaurant-Landschaft in Bremen ist in ständiger Bewegung. Neben den bekannten, alteingesessenen Lokalen gibt es abseits der eingetretenen Pfade so manches Juwel zu entdecken. So hat im Mai 2013 das italienische Restaurant La Calma im Stadtteil Peterswerder neu eröffnet.

Die Lage in der tristen Straße Bei den Drei Pfählen ist zugegebenermaßen nicht sehr attraktiv. Doch das im modernen Stil gehaltene Lokal bietet mit seinem bis ins Detail designten Innenleben einen starken Kontrast zur Aussicht auf die trostlose Straße. Hier hat sich ein Innenarchitekt ausgelebt. Möbel in anthrazit und lindgrün, selbst die Salz- und Pfefferstreuer sind lindgrün.

Als Besucher kann man sich nahezu wie in einem Möbelhaus-Katalog fühlen. Diesen Trend haben viele neue Restaurants gemeinsam: Es droht dabei allerdings die Gefahr der Sterilität. Zur Mittagszeit ist das La Calma gut besucht. Ich besetze mit meiner Kollegin einen schönen, großen Vollholztisch. Aufmerksam eilt die Kellnerin sofort herbei, um nach unseren Wünschen zu fragen. Sie ist bis zum Schluss zuvorkommend und freundlich, dabei mit einer angenehm unaufdringlichen Art.

Die Mittagskarte bietet einige Gerichte zum Preis von jeweils 6,50 Euro. Ebenfalls eine Pizza nach Belieben gibt es mittags zu diesem Preis. Im Angebot sind: Vitello Tonnato, Rumpsteak vom Grill mit Süßkartoffelstampf und frischem Gemüse sowie Pasta Duett grün-weiß in Bolognesesoße.

Meine Begleiterin bestellt das Vitello Tonnata, dünn geschnittenes, mit Weißwein und Gemüse gekochtes Kalbfleisch mit Thunfischpaste, Kapern und Brot. Eine typische Vorspeise der italienischen Küche. Das Gericht wird kalt serviert. Ich möchte das Rumpsteak probieren.

Kurz darauf serviert uns die Kellnerin einen grünen Salat mit Croûtons und Balsamico, sehr schmackhaft. Das wunderbar angerichtete Essen folgt eine Zeit später. Auch hier setzt sich der Designergedanke des La Calma fort: Mein Steak garniert eine Zitronenscheibe, darauf dekorativ ein Rosmarinzweig. Die leichten Orangetöne des Süßkartoffelstampf stehen im dezenten Komplementärkontrast zum Grün der Zuckerschoten.

Ich schiebe den Gedanken, das Stillleben auf seine künstlerischen Komponenten noch genauer zu sezieren, beiseite und wende mich dem kulinarischen Genuss zu. Und als dieses lässt sich das Essen mit Fug und Recht bezeichnen. Das Steak innen noch rot, aber nicht mehr blutend. Der Kartoffelstampf ist frisch zubereitet, von kräftiger Konsistenz und leicht süß.

Das Gemüse, neben Zuckerschoten gibt es Zucchini und Paprika, knackig gedünstet. Alles zusammen ein Gedicht. Meine Kollegin ist nicht minder zufrieden mit dem Vitello Tonnata. Das Kalbfleisch ist ganz zart, die Thunfischpaste fein würzig. Fleisch und Fisch, eine seltene Kombination, aber es passt ganz hervorragend zusammen. Es ist, wie gesagt, eine Vorspeise, doch meine Begleiterin ist zufrieden. Wenn man anschließend noch arbeiten muss, sei es völlig ausreichend, meint sie.

La Calma, Bei den Drei Pfählen 12, 28205 Bremen. Telefon 47 89 56 65. Sonstige Preise: Kaffee 2 Euro, Wasser (0,25) 1,90 Euro, Softdrinks (0,2) 2 Euro, Bier (0,33) 2,80 Euro, Wein (0,25) 4,10 Euro.

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