Demnächst neue Schaltung und rote Radstreifen an der Kreuzung Länger Grün für Fußgänger und Radfahrer am Brill

Bremen. Fußgänger und Radfahrer bekommen auf der Brill-Kreuzung ganz klar die Oberhand. Schon im März oder April, so heißt es in einem Papier für die heutige Senatssitzung, sollen die Grünphasen für die beiden Gruppen deutlich verlängert werden. Folge: Für den Autoverkehr sollen die Ampelzeiten 'angepasst' werden.
26.01.2010, 07:02
Lesedauer: 2 Min
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Länger Grün für Fußgänger und Radfahrer am Brill
Von Michael Brandt

Bremen. Fußgänger und Radfahrer bekommen auf der Brill-Kreuzung ganz klar die Oberhand. Schon im März oder April, so heißt es in einem Papier für die heutige Senatssitzung, sollen die Grünphasen für die beiden Gruppen deutlich verlängert werden. Folge: Für den Autoverkehr sollen die Ampelzeiten 'angepasst' werden.

Stehen. Warten. An den zentralen Kreuzungen sind dies für Fußgänger die Hauptbeschäftigungen, ehe sie ein paar Meter weiterhasten dürfen. Am Brill sollen sich die Prioritäten aber bereits in wenigen Wochen verschieben. Die negativen Auswirkungen der Neusteuerung auf Autos sollen sich im Gegenzug in Grenzen halten. 'Die durchschnittlichen Rückstau-Längen werden sich nicht wesentlich von der heutigen Situation unterscheiden', heißt es dazu in den Unterlagen, die heute den Senatoren vorliegen. Sämtliche Änderungen seien im Rahmen einer Verkehrssimulation dokumentiert worden. Genaue Zahlen dazu tauchen in den Senatspapieren nicht auf.

Außerdem wird sich die Verkehrsführung am Brill-Knotenpunkt in den kommenden Wochen offenbar gravierend ändern. Denn es wird über die Veränderung der Ampelphasen hinaus angekündigt, dass Radfahrer nicht nur eigene, vorgelagerte Ampelanlagen bekommen, sondern die Radstreifen auch rot hervorgehoben werden sollen. Das alles ist Teil der sogenannten 'Zielplanung Fahrrad', die im April 2009 von der Baudeputation beschlossen wurde. Grüne und SPD hatten außerdem im vergangenen März in der Bürgerschaft festgelegt, dass die Querungsmöglichkeiten für Radler und Passanten verbessert werden sollen.

Die Umgestaltung der Brillkreuzung ist damit allenfalls angestoßen. Das Ressort von Umwelt- und Verkehrssenator Reinhard Loske (Grüne) hat bereits angekündigt, dass für Brillkreuzung und die Kreuzung Am Wall/Bürgermeister-Smidt-Straße (die sogenannte AOK-Kreuzung) ein Gesamtkonzept erstellt wird. Anlass hierfür ist das Ziel, Stephaniviertel und Altstadt besser miteinander zu verbinden. Die Untersuchungen dazu sollen bis zum Herbst abgeschlossen sein, die Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung für den Brill werden aber demnach schon vor der Sommerpause vorliegen.

Kurz vor dem Jahreswechsel hatten Arbeiter im Auftrag von Senator Loske nach mehr als 40 Jahren den Brilltunnel unter der Kreuzung geschlossen. Seine Begründung: Passantenfrequenz und Unterhaltungskosten stünden gerade in den kalten Wintermonaten in keinem Verhältnis. Zuvor war der Tunnel jahrzehntelang ein Problemfall - immer weniger Läden waren gefüllt, immer weniger Fußgänger mochten die Unterführung nutzen. Unklar ist zurzeit noch, ob hier künftig eine Diskothek entsteht.

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