RIBA International Prize

Landesbank als bestes Gebäude nominiert

Die Zentrale der Bremer Landesbank (BLB) am Domshof ist als einziges deutsches Gebäude für einen britischen Architektur-Preis nominiert. Der Anspruch dieser Auszeichnung ist groß. Es geht dabei um die Liste der besten neuen Gebäude der Welt.
12.12.2017, 16:29
Lesedauer: 2 Min
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Landesbank als bestes Gebäude nominiert
Von Kristin Hermann

Die Zentrale der Bremer Landesbank (BLB) am Domshof ist als einziges deutsches Gebäude für einen britischen Architektur-Preis nominiert. Der Anspruch dieser Auszeichnung ist groß. Es geht dabei um die Liste der besten neuen Gebäude der Welt. Dementsprechend fiel auch die Reaktion der betroffenen Mitarbeiter bei der BLB am Dienstag aus. „Das ist natürlich für alle, die daran mitgewirkt haben, eine große Anerkennung“, sagte Benjamin de Beisac, Projektleiter bei BLB-Immobilien.

Verliehen wird der Preis von dem „Royal Institute of British Architects“ (RIBA). Die Jurymitglieder bewerten dafür Gebäude auf der ganzen Welt, die exzellentes Design, ambitionierte Architektur und gesellschaftlichen Einfluss miteinander kombinieren. Beworben haben sich Architekten aus insgesamt 29 Ländern. Neben Bremen stehen in diesem Jahr noch 61 Objekte zur Auswahl. Der Preis gilt unter Experten zwar nicht als der Oscar für Architekten, aber aufgrund seiner internationalen Ausrichtung als durchaus renommiert.

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Das Gebäude wurde 2016 fertiggestellt und nach einem Entwurf der Architekten Adam Caruso und Peter St. John gebaut, die ihre Büros in London und Zürich haben. Der Eröffnung im vergangenen Jahr war eine lange Phase der Planung vorangegangen. Insgesamt wurde dreieinhalb Jahre an dem Gebäude gebaut. Der Abriss des alten Gemäuers zog zeitweise zahlreiche Schaulustige in die Stadt.

Laut den Architekten ist der Neubau „eine Referenz auf die Weser-Renaissance, wie sie beim Bremer Rathaus und der Stadtwaage zu finden ist“. Es sei eine große Herausforderung gewesen, das Gebäude an das historische Umfeld anzupassen und gleichzeitig etwas Zeitgenössisches zu kreieren, so Benjamin de Beisac.

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Auch bei der Bremer Architektenkammer gibt es viel Lob für die besondere Architektur. „Die Bremer Landesbank ist ein großartiges Gebäude, was sich hervorragend in das städtebauliche Ensemble zwischen dem Weltkulturerbe Bremer Rathaus und der historischen Bebauung rund um den Domshof einfügt. Insofern misst es sich in diesem Wettbewerb zu Recht mit anderen hervorragenden Gebäuden auf der ganzen Welt“, sagte Tim Beerens, Geschäftsführer der Architektenkammer. Besonders erfreulich daran sei zudem, dass damit offensichtlich werde, was Bremen für „großartige Architektur“ vorweisen könne.

Der Preis wird seit 2016 verliehen. Die erste Auszeichnung erhielt ein Universitätsgebäude in Lima. Das RIBA ist die Vertretung britischer Architekten mit Sitz in London. Ob Bremen es in die finale Runde schafft, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Die fünfköpfige Jury wird im weiteren Verlauf des Wettbewerbs eine kleine Auswahl an Finalisten treffen und die entsprechenden Gebäude besichtigen. Für die Architekten der Bremer Landesbank wäre es nicht erste Auszeichnung. Das Gebäude hat in diesem Jahr bereits eine Anerkennung des Deutschen Architekturpreises erhalten sowie den Fritz-Höger-Preis für seine aufwendige Fassadengestaltung.

++ Dieser Text wurde zuletzt am 12.12.2017 um 20:01 Uhr aktualisiert ++

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