Gut besuchter Auftakt im Stadtgarten / Haus- und Garten-Messe läuft noch bis einschließlich Sonntag

Landpartie Weserfest lädt zum Flanieren

Vegesack. Bei strahlendem Sonnenschein war der Stadtgarten schon am ersten Tag der Messe „Landpartie Weserfest“ am Donnerstag gut besucht. Im herrlichen Ambiente am Wasser inmitten der grünen Oase Vegesacks genossen Binnen- und Buten-Bremer Atmosphäre und Angebote.
06.05.2016, 00:00
Lesedauer: 4 Min
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Von DORIS FRIEDRICHS
Landpartie Weserfest lädt zum Flanieren

Ein Stelzenläufer des GOP-Varieté-Theaters Bremen empfängt die Besucher der Messe „Landpartie Weserfest“ am Eingang des Stadtgartens. DF·

DORIS FRIEDRICHS, Doris Friedrichs

Bei strahlendem Sonnenschein war der Stadtgarten schon am ersten Tag der Messe „Landpartie Weserfest“ am Donnerstag gut besucht. Im herrlichen Ambiente am Wasser inmitten der grünen Oase Vegesacks genossen Binnen- und Buten-Bremer Atmosphäre und Angebote.

Einen schönen Tag bei der „Landpartie Weserfest“ verleben wollten auch Birgit Kuhse und ihre Mutter. Sie sei regelmäßig bei der Veranstaltung im Mai im Stadtgarten dabei, erzählte die Schönebeckerin. „Wir lassen uns treiben und suchen nebenbei schöne Dinge für den Garten. Heute haben wir auch schon etwas zum Anziehen gefunden.“ Zwischendurch nahmen sich die beiden Damen Zeit für Kaffee und Kuchen bei einem der vielen kulinarischen Möglichkeiten des Freiluft-Events. Und dann ging’s weiter unter grünenden Bäumen vorbei an weißen Pagodenzelten, um das eine oder andere Angebot genauer zu betrachten.

Zu den Ausstellern, die sich bereits zur Mittagszeit über reges Interesse freuen konnten, gehörte eine Firma aus Hamburg. Das Unternehmen wirbt damit, die leckersten Delikatessen und neuesten Food-Trends Europas ausfindig zu machen. Damit werden dann die „Gourmet-Box für Feinschmecker“ und die „Healthy-Box für Ernährungsbewusste“ bestückt. Alles sei vegetarisch, zum Teil sogar vegan und überwiegend Bio, so Mitarbeiter Alexis Quandel. Die eine wie die andere Box werde auf Bestellung einmal im Monat geliefert. Darin sind dann beispielsweise englische Schokolade oder schwedische Karamelldrops. „Das ist etwas Besonderes, und man kann sich jedes Mal wieder überraschen lassen beim Öffnen des Kartons“, warb Quandel.

Zu denen, die sich überraschen lassen wollten, gehörte Monika Müller aus Stuhr, die gleich am Stand einen Bestellschein ausfüllte. „Ich habe schon mal eine Gourmet-Box für drei Monate geschenkt bekommen. Das war toll. Viele leckere, ausgefallene Sachen waren dabei wie Popcorn mit Nüssen und ein besonderer Essig, den ich sonst noch nirgendwo gesehen habe.“

Trauben von Menschen waren auch an vielen anderen Ständen zu beobachten. Modisches schien an diesem Tag besonders begehrt zu sein. Schönes Kunsthandwerk lockte ebenso wie Kosmetik. Luftige Kleider für den Sommer hier, Lammfelle für die kühlere Jahreszeit dort. Pflanzen und Gartenaccessoires in großer Auswahl waren ebenso erhältlich wie Tische, Stühle und einladende Strandkörbe für die Freiluft-Saison. Kulinarisches in verschiedenen Variationen gab es natürlich ebenfalls. Und wer es ganz außergewöhnlich mochte, entschied sich vielleicht für Wildschwein- oder Esel-Salami. Oder doch lieber Bienen-Produkte für die Apitherapie?

Wer es Luxuriös wollte, wandte sich vielleicht dem Coriewa Kunsthandel zu. Hier glänzte es gewaltig. Edles Silbergeschirr von Luxuspassagierschiffen und aus noblen Grandhotels war zu erwerben. Wie wäre es beispielsweise mit einer Servierplatte von 1907 aus dem Atlantic Hotel in Hamburg? Oder mit einem Champagner-Kühler um 1910 aus dem Grandhotel du Faucon in Fribourg, Schweiz. Sechs Suppentassen vom ehemaligen deutschen Luxuspassagierdampfer „Bremen“ warteten ebenfalls auf Abnehmer. Als maritim und teilweise ebenso edel erwiesen sich die ausgestellten Exponate der CTP Master Mariner’s Collection, beispielsweise ein Maschinentelegraf von Anfang des 20. Jahrhunderts und eine Schiffsglocke für 690 Euro. Geradezu günstig waren da die Buddelschiffe. Das Unternehmen sei hauptsächlich in der Speditionsbranche tätig, erklärte Mitarbeiter Tobias Buntrock. „Das hier ist nur ein Hobby. Unser Chef ist Kapitän und hat die Sammlung zu seiner Passion gemacht. Ein großer Teil ist im Hotel Atlantic Kempinski in Hamburg zu sehen. Es ist die größte Sammlung Deutschlands im nautischen Bereich und für Schiffschronometer.“ Ein solches Chronometer kostet schon mal den stolzen Preis von etwa 8000 Euro. Dann vielleicht doch lieber ein Morsescheinwerfer für etwa die Hälfte.

Für Inge Jauda und ihren Ehemann war es offenbar nicht das passende Mitbringsel. Sie hatten sich erstmal für verschiedene Gewürze am Stand des Bremer Gewürzhandels entschieden. Sie seien schon mal beim Hafenfest dabei gewesen und nun erstmals bei der „Landpartie Weserfest“, erzählte die Elsfletherin. „Es gefällt uns sehr gut hier.“

Das Urteil von Simone Scharringhausen fiel genauso positiv aus. „Wir fühlen uns von Anfang an wohl hier. Ein sehr einladendes Ambiente mit dem schönen frischen Grün. Dieses Jahr ist es wieder richtig nett und ansprechend, gut organisiert und harmonisch“, schwärmte die Vegesackerin, die gemeinsam mit drei Freundinnen über die „Landpartie Weserfest“ bummelte. Zustimmung erhielt sie von Silke Meyer-Lund aus Oberneuland. Sie sei „Wiederholungstäterin“ beim Besuch der Veranstaltung im Stadtgarten. „Sehr schön und sauber ist es hier, und die Stimmung ist gut. Wenn so schönes Wetter ist, komme ich gerne hierher. Es passt einfach alles.“

„Dat gefalt us hier ganz good“, erklärte Annelene Hobbie aus der Nähe von Westerstede in schönstem Plattdeutsch. Sie war mit ihrer Schwester und einer Freundin zum Fest angereist. Sie hätten ihre Mutter nach Achim gefahren, die eine alte Freundin besuchen wollte, und zuvor im Internet geguckt, welche Veranstaltungen in der Umgebung stattfinden. Die „Landpartie Weserfest“ sei genau das, was sie gesucht hätten und sie besonders interessiere.

Birgit und Peter Sellerberg aus Hude sind ebenfalls zum wiederholten Mal zum Frühlings-Fest im Stadtgarten angereist. Es seien ein bisschen weniger Aussteller da als in den vergangenen Jahren, mutmaßten die Beiden, die als Grund dafür auf eine parallel stattfindende Ausstellung im niedersächsischen Umland tippten. Trotzdem sei es eine sehr schöne Veranstaltung mit toller Musik und einem unbezahlbaren Ambiente.

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