Saison hat begonnen

Wer wo in Bremen das Laub beseitigt

Etwa 400.000 Laubbäume stehen in Bremen. Und sie haben begonnen, ihre Blätterpracht abzuwerfen. Bremens Umweltsenatorin Schaefer informiert darüber, wer wo für die Laubbeseitigung zuständig ist.
20.10.2020, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Wer wo in Bremen das Laub beseitigt
Von Lisa Urlbauer

Eiche, Buche, Birke Esche – etwa 400.000 Laubbäume stehen in der Hansestadt. 5500 Tonnen ihrer Blätter werden in den kommenden Woche Bremens Straßen und Gärten bedecken. Das entspricht ungefähr der Füllmenge von 600 Müllwagen. Zu Beginn der Saison informiert Maike Schaefer, Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau (Grüne), wer Laub an öffentlichen und privaten Plätzen entfernt beziehungsweise entfernen muss.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Umweltbetrieb Bremens (UBB) entfernen das Laub von den Gehwegen der Parkanlagen und auf den Friedhöfen, um Fußgänger vor Unfällen zu schützen. Auch von den Rasenflächen wird das Laub entfernt, damit der Rasen nicht leidet. Das Laub werde entweder mit Kehrmaschinen aufgenommen und anschließend kompostiert oder zur Flächenkompostierung in die Gehölzflächen geblasen, wo es nach einem natürlichen Zersetzungsprozess als Dünger diene, erläutert die Umweltsenatorin. Derzeit habe der UBB rund 100 Rücken- und Handtragegeräte im Einsatz, die mit einem schadstoffarmen Sonderkraftstoff und einem Schalldämpfer betrieben würden.

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Mitarbeiter der Entsorgung Nord GmbH (ENO) kehren ab 6.45 Uhr das Laub von Straßen und Radwegen zusammen, sodass Kehrmaschinen es schnell aufnehmen können. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Kehrmaschinen sind ab 3.45 Uhr im Schichtsystem unterwegs. Nördlich der Lesum kümmern sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Umweltbetrieb Bremen um die Reinigung auf Straßen, öffentlichen Verkehrswegen und Plätzen. Im Vordergrund stehe die Verkehrssicherheit, so Schaefer. Das Laub werde fachgerecht dem Abfallwirtschaftskonzept gemäß entsorgt, da durch Straßenkehricht und von Autoverkehr verunreinigtes Laub nicht einfach kompostierbar sei.

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In Gärten kann Laub liegenbleiben. Auf Gehwegen und Straßen sollte privates Laub jedoch beseitigt werden, um Unfälle zu vermeiden. Grundsätzlich sind Anlieger gemäß Landesstraßengesetz dazu verpflichtet, Laub vom Gehweg und - wo es keinen abgesetzten Gehweg gibt, zum Beispiel in Spielstraßen - von der Fahrbahn zu entfernen, um Sicherheit zu gewährleisten. Im Anschluss gehöre es allerdings nicht in die Bio-Tonne, so Schaefer.

Wenn kein Gartenkompost zur Verfügung steht, können private Haushalte Gartenabfälle bis zu einem Kubikmeter pro Anlieferung gebührenfrei bei einer Recycling-Station abgeben. Die Entsorgungskosten werden über die Abfallgebühr bezahlt. Baumstämme und -stubben werden nur auf der Recycling-Station Blockland angenommen. Adressen und Öffnungszeiten stehen im Bremer Abfall-Kalender oder im Internet unter www.entsorgung-kommunal.de.

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