Schüler des Ökumenischen Gymnasiums sammeln 40 000 Euro für Projekt „Kinder unserer Welt“ Laufen für Äthiopien

Das Ökumenische Gymnasium sammelt alle zwei Jahre Geld für Projekte in Äthiopien. Honorarkonsul Thomas Gerkmann bedankt sich bei den Schülern für ihr Engagement. Den Jugendliche ist es bei der Sozialwanderung zu verdanken, dass 40 000 Euro zusammengekommen sind.
23.10.2014, 00:00
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Von Antje Noah-Scheinert

Das Ökumenische Gymnasium sammelt alle zwei Jahre Geld für Projekte in Äthiopien. Honorarkonsul Thomas Gerkmann bedankt sich bei den Schülern für ihr Engagement. Den Jugendliche ist es bei der Sozialwanderung zu verdanken, dass 40 000 Euro zusammengekommen sind.

Alle zwei Jahre zieht die Schüler-, Lehrer- und Elternkarawane zehn oder 14 Kilometer bei der Sozialwanderung des Ökumenischen Gymnasiums durch Oberneulands Deich- und Wiesenlandschaft. Schon Wochen vorher machen sich die Schüler auf den Weg. Sie besuchen Großeltern, Paten und Nachbarn, um Spenden einzuwerben.

Den Spendern überlassen die Schülerinnen und Schüler die Wahl: Pauschalbetrag oder Obolus pro gewandertem Kilometer. So wie sie die Sponsoren bitten, Geld zu geben, so sind sie bereit, „Strecke zu machen“, damit der gemeinsam erlaufene Betrag einem gemeinnützigen Zweck zugeführt werden kann.

„Wir unterstützen seit drei Jahren das Projekt ‚Kinder unserer Welt’ in Äthiopien. Es ist ein Projekt, dass Straßenkindern ermöglicht, zur Schule zu gehen und Frauen eine Ausbildung bietet“, erklärt Verena Wolf, Deutsch- und Religions-Lehrerin und zum ersten Mal allein für die Organisation der Sozialwanderung verantwortlich. Darüber hinaus fließt rund ein Viertel der Spenden in die Erika-Opelt-Stoevesandt- Stiftung. Diese Stiftung hat laut Verena Wolf das Ziel, begabten Jungen und Mädchen, deren Eltern das Schulgeld nicht aufbringen können, den Besuch des Ökumenischen Gymnasiums durch Stipendien zu finanzieren. Dafür standen die Schüler am vergangenen Sonnabend um 8 Uhr auf dem Schulhof. Nach einer kurzen Andacht von Schulpastor Tilman Heidrich, begrüßt Direktor Jan Andrees Dönch die Schüler und den Honorarkonsul von Äthiopien, Thomas Gerkmann, mit den Worten: „Der Herr neben mir wandert nicht mit, möchte euch aber etwas sagen.“ Das tut der Konsul dann auch, er bedankt sich für das Engagement der Schüler und wünscht ihnen gutes Gelingen.

600 Schüler am Start

Danach starten die Schüler klassenweise. „Es sind heute rund 600 Schüler am Start“, schätzt der Schulleiter. Wie an anderen Schulsonnabenden auch, fallen ein paar Schüler wegen Sportveranstaltungen oder Krankheit aus. Die Schüler der 12. Jahrgangsstufe werden teilweise als Streckenposten, an den Abrechnungsstellen und für das Kuchenbuffet eingeteilt. Als erste Gruppe starten die Jogger – es bleibt Lehrern und Schülern freigestellt, ob sie wandern oder laufen wollten. Danach setzt sich der Tross aus Lehrern, Eltern, Hunden und Schülern in Bewegung, um entweder zehn oder 14 Kilometer zu laufen. „Es sind immer ein paar Schüler darunter, die sich sogar 20 Kilometer zumuten“, sagt Verena Wolf.

Die Strecke führt durch den Aumundsdamm zum Deich, dann durch die Wiesen und zurück über die Oberneulander Landstraße bis zur Schule. Die Sportlehrer Edgar Potscharly und Dieter Heimann hatten die Strecke zuvor mit dem Fahrrad abgefahren und ausgemessen. An vier Stempelstellen muss sich jeder Wanderer seine Stempel abholen, anhand derer wurde später die gelaufene Distanz bestätigt. An zwei Stationen warten zudem die Schulsanitäter, verteilen Pflaster und retten sogar einen Hund.

Als die Jogger Jasper und Jakob als erste wieder in der Schule ankommen, wird gerade die „Abrechnungsstelle“ eingerichtet, die Schulband Jazzheads probt noch und in der Mensa rührt Schulkoch Stephan Kahl in der Linsensuppe. Diese stärkt die Wanderer, die gemütlich den Vormittag ausklingen lassen, während die Taschenrechner heiß laufen. Insgesamt sind 40 000 Euro zusammengekommen. Diese müssen die Schüler jetzt nur noch bei ihren Sponsoren einsammeln.

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