Pastorin Friederike Jordt und Adzima Klou vergleichen Altwerden in Deutschland, Togo und Ghana Lebenserwartung auf unterschiedlichem Niveau

Tenever. Die Zahl alter Menschen nimmt deutlich zu, wenn auch auf unterschiedlichem Niveau. So beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung in Togo rund 56, in Ghana 62 und in Deutschland 80 Jahre.
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Lebenserwartung auf unterschiedlichem Niveau
Von Jürgen Juschkat

Die Zahl alter Menschen nimmt deutlich zu, wenn auch auf unterschiedlichem Niveau. So beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung in Togo rund 56, in Ghana 62 und in Deutschland 80 Jahre. Der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK) liegt daran, die verschiedenen Generationen miteinander ins Gespräch zu bringen.

Aus diesem Grunde berichtete Pastorin Friederike Jordt in der Trinitatisgemeinde von einer Studienreise nach Togo und Ghana, die sie mit anderen Beschäftigten und Leitenden aus der Altenpflege zum Thema „Älterwerden“ unternommen hatte. „Hintergrund der Veranstaltung war die Arbeit der Norddeutschen Mission, zu der neben vier deutschen Kirchen die Eglise Evangelique Presbyterienne du Togo sowie die Evangelical Prebyterian Church in Ghana gehören“, erklärte Pastorin Jordt. Sie hatte die Veranstaltung zusammen mit Gabriele Holdorf (seit 2010 Altenbeauftragte der BEK), Pastor Hannes Menke (Generalsekretär der Norddeutschen Mission) und Adzima Klou (ökumenischer Gast der Trinitatisgemeinde) organisiert.

Adzima Klou aus Togo berichtete bei diesem dreistündigen Informationsnachmittag – unter anderem mit zwei Kleingruppen – in der Trinitatisgemeinde aus dem Alltag in Kpalimé Lom-Nava. Er betonte in seinem Vortrag, wie sehr der Glaube bei der Bewältigung von schweren Lebensumständen helfe.

Er schilderte noch einmal ausdrücklich den Mangel an staatlicher Fürsorge und einem Gesundheitssystem.

„Trotz tiefgreifender sozialer Unterschiede zwischen allen drei Ländern gibt es doch länderübergreifende Themen. Das Zusammenleben von Familien über die Generationen ist auch in den afrikanischen Ländern nicht mehr selbstverständlich. Menschen im arbeitsfähigen Alter ziehen an Orte, wo es Arbeitsplätze gibt. Alte Menschen bleiben zurück, sind zwar aus Mangel an staatlicher Hilfe auf Familie angewiesen, werden aber nicht mehr selbstverständlich unterstützt“, berichtete Friederike Jordt.

Die Kirchen in Togo und Ghana reagieren, indem sie alte Menschen ermutigen, sich zu Vereinen zusammenzuschließen. Diese Vereine haben das Ziel, alten Menschen einen Ort zu geben, an dem sie Gemeinschaft und ihren Glauben pflegen können und zugleich miteinander Essen zubereiten und Gesundheitsvorsorge durch Ehrenamtliche organisieren.

Bei der Arbeit der Norddeutschen Mission ist Generationengerechtigkeit ein zentrales Anliegen.

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