Letzter Soldaten-Lehrgang an der Rettungsschule Wesermarsch

Bardenfleth. Der vorerst letzte Lehrgang von Bundeswehrsoldaten an der Rettungsschule Wesermarsch der Johanniter Unfall-Hilfe (JUH) Stedingen ist mit der Prüfung abgeschlossen worden. Neun Soldatinnen und Soldaten vom Standort Schwanewede und eine Mitarbeiterin der Hausnotrufzentrale machten ihren Abschluss, einige davon mit Bestnoten. Prüfungsbeste war Frau Unteroffizier Jessica Hartwig mit der Gesamtnote 1,4.
08.03.2013, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Hannelore Johannesdotter

Bardenfleth. Der vorerst letzte Lehrgang von Bundeswehrsoldaten an der Rettungsschule Wesermarsch der Johanniter Unfall-Hilfe (JUH) Stedingen ist mit der Prüfung abgeschlossen worden. Neun Soldatinnen und Soldaten vom Standort Schwanewede und eine Mitarbeiterin der Hausnotrufzentrale machten ihren Abschluss, einige davon mit Bestnoten. Prüfungsbeste war Frau Unteroffizier Jessica Hartwig mit der Gesamtnote 1,4.

Die Prüfung bestand aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil. Besonders die Praxis forderte die Prüflinge heraus. Unter den wachsamen Augen des Prüfungsvorsitzenden Kai Emrich, Oberstabsarzt der Bundeswehr, des Schulleiters Sven Hilbert und des Klassenlehrers Marcel Colter von den Johannitern, mussten sie ein Fallbeispiel erarbeiten und einen Praxis-Parcours bewältigen.

Der Praxisparcours bietet annähernd reale Einsatzbedingungen. Unter anderem werden die Unfallopfer vom Johanniter-Team der "Realistischen Unfall-Darstellung" so geschminkt und hergerichtet, dass ihre Verletzungen täuschend echt aussehen. Die Prüfer lobten hier die oftmals hervorragenden Leistungen.

Insgesamt 17 Soldatinnen und Soldaten hatten im November letzten Jahres ihre Ausbildung an der Rettungsschule Wesermarsch begonnen. Einer war abgesprungen, vier sind bereits Rettungssanitäter. Zwölf und die Mitarbeiterin der Hausnotrufzentrale stellten sich jetzt den Prüfern. Der Gesamtdurchschnitt der Prüfungsnoten lag bei 2,2. Drei Soldaten fielen bei der Prüfung allerdings auch durch. Sie können aber einen zweiten Anlauf machen.

Dieser Lehrgang zur Ausbildung zum Rettungssanitäter für Bundeswehrsoldaten war der letzte, den die Betreuungsstelle für Zivilberufliche Aus- und Weiterbildung (ZAW) Schwanewede an der Rettungsschule Wesermarsch der JUH durchgeführt hat. Die Betreuungsstelle wird im Zuge der Bundeswehrreform aufgelöst.

Die Kooperation mit der Rettungsschule Wesermarsch hatte seit 2008 bestanden. Insgesamt ließen sich 75 Soldatinnen und Soldaten erfolgreich aus- und fortbilden. Alle Absolventen haben im Anschluss an ihre Bundeswehrzeit gute Chancen, im Rettungswesen einen Arbeitsplatz zu finden.

Verabschieden müssen sich die Soldatinnen und Soldaten aber trotzdem noch nicht vollständig von der Rettungsschule, denn direkt im Anschluss startet jetzt die weiterführende Ausbildung zum Rettungsassistenten. Sven Hilbert und Marcel Colter bereiten außerdem derzeit einen zivilen Ausbildungsgang vor, und wollen zahlreiche Fortbildungen anbieten. Weitere Informationen gibt es unter www.rettungsschule-wesermarsch.de.

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