Winterbeleuchtung in Bremer City Weihnachtsbeleuchtung bleibt in der Bremer City bis Ende Februar an

Leuchtende Hirsche und Projektionen an Gebäuden: Trotz des Lockdowns und geschlossener Geschäfte wird ein Großteil der Winter- und Weihnachtsbeleuchtung in der Bremer City bis in den Februar strahlen.
18.12.2020, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Weihnachtsbeleuchtung bleibt in der Bremer City bis Ende Februar an
Von Pascal Faltermann

Es werde Licht, hieß es Ende November. Und in der Innenstadt strahlen seitdem 70.000 LED-Birnen, Kugeln und Sterne. Video- und Bildprojektionen werfen bunte Lichtbilder an die historischen Gebäude, in den Wallanlagen leuchteten vier fünf Meter hohe Hirsche. Die sozialen Netzwerke Facebook, Twitter und Instagram sind voll mit unzähligen Bildern und Videos davon. Das Wirtschaftsressort und die City-Initiative setzen die Weihnachts- und Winterbeleuchtung im Rahmen des Aktionsprogrammes Innenstadt um und sorgen damit für Lichtkunst in den dunklen Dezembertagen. Doch bleibt es dabei? Was kostet das eigentlich alles? Gibt es eine Wiederholung im Jahr 2021? Und wer hat das umgesetzt? Fragen und Antworten zu Thema.


Wie lange bleiben die Projektionen an den Fassaden des Rathauses, des Schüttings, der Handwerkskammer und des SWB-Gebäudes?

Von Anfang war es der Plan, die Gebäude auch über Weihnachten zu illuminieren. Trotz geschlossener Geschäfte und den Einschränkungen durch den Corona-bedingten Lockdown wird es dabei bleiben. „Ja, die Projektionen können noch bis zum 27. Dezember bestaunt werden“, sagt Carolin Reuther, Geschäftsführerin der City-Initiative Bremen. Zu sehen sind die Bilder an den Fassaden täglich von 16 bis 22 Uhr.

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Bleibt es bei den geplanten Kosten von 200 000 Euro?

Die Kosten von 200.000 Euro beziehen sich auf die gesamte neue Weihnachts- und Winterbeleuchtung, heißt es von der City-Initiative. Das umfasst die neuen Baumbeleuchtungen, neue Überspannungen und illuminierte Wegebeziehungen, beleuchtete Weihnachtsbäume, den Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz und 3D-Objekte wie die Hirsche in den Wallanlagen. Die Kosten für die Hausprojektionen liegen bei gut 60.000 Euro. Geplant und umgesetzt wurde das zusätzliche Beleuchtungs- und Dekorationskonzept im Auftrag der Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa von der City-Initiative. Es ist Teil des Aktionsprogramms Innenstadt.


Welches Unternehmen steckt hinter den ­Illuminationen der bekannten Bremer Gebäude?

Laut City-Initiative sind es international tätige und prämierte Lichtkünstler rund um den gebürtigen Bremer Florian Stelljes, die aus Berlin kommen. Die Illuminationen sind exklusiv für die Fassaden geschaffen worden.

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Warum hat kein Bremer Unternehmen den Lichtkunst-Auftrag bekommen?

„Es handelt sich nur in einem Fall um eine Videoprojektion, wir haben uns Corona bedingt vor allem auf Standbildprojektionen konzentriert“, sagt Carolin Reuther. Diese seien kostengünstiger, sodass man mehrere Gebäude anstrahlen könne. „Nach Sondierung des Marktes war klar, dass in Bremen niemand diese sogenannten Pani-Projektionen anbietet. Danach wurden verschiedene Anbieter angefragt und am Ende hat das wirtschaftlichste Angebot den Zuschlag erhalten“, sagt Reuther. Ein weiterer Faktor sei gewesen, dass das Projekt in kurzer Zeit realisiert werden musste, Projektionen aber einen längeren Vorlauf bedürfen.


Gibt es solche großflächigen Projektionen in anderen Städten?

„Es gibt in anderen Städten auch Festivals mit Hausprojektionen“, sagt Reuther. Jetzt zur Weihnachtszeit seien den Mitarbeitern der City-Initiative aber keine anderen Städte bekannt. „Da bietet Bremen etwas Besonderes.“

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Wie lange sind die leuchtenden Hirsche in den Wallanlagen oder Lichter in den Bäumen noch zu sehen?

Noch mehr als zwei Monate wird es hell bleiben. Die Winterbeleuchtung in den Bäumen wie auch die Hirsche bleiben bis zum 28. Februar 2021 angeschaltet. Die Weihnachtsbeleuchtung wird am Mittwoch, 6. Januar, abgeschaltet.


War es das dann oder gibt es eine Wiederholung?

Bei der City-Initiative und dem Wirtschaftsressort freue man sich, dass die Projektionen so gut angekommen werden. „Im nächsten Jahr findet hoffentlich wieder der Weihnachtsmarkt statt, dann können die Hausprojektionen wegen der vielen Buden und Lichter, die die Projektoren stören, nicht stattfinden“, sagt Reuther. Auf die Winter- und Weihnachtsbeleuchtung könne man sich aber wieder freuen. „Aufgrund der tollen Resonanz zu den Projektionen denken wir über eine ähnliche Aktion zu einer anderen Zeit nach, die in der Stadt wieder Highlights setzen würde“, so die Geschäftsführerin der City-Initiative.


Warum wurde das eigentlich gemacht und was hat es gebracht?

Es ist eine der ersten umgesetzten Maßnahmen des vom Senat beschlossenen Aktionsprogramms Innenstadt. „Es war uns wichtig, trotz des ausgefallenen Weihnachtsmarktes ein winterliches und festliches Ambiente zu schaffen. Die Häuserprojektionen sollten zudem neue Anlässe bieten, die Innenstadt zu besuchen und zu genießen – das haben wir geschafft“, so Reuther.

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