Der Mittelteil des Gebäudes bleibt aber als Lesmona-Torhaus erhalten / Informationstafeln geplant Liegehalle in Knoops Park abgerissen

Die sogenannte Liegehalle in der Nähe der Villa Lesmona in Knoops Park gehört der Geschichte an. Sie wurde abgerissen. Erhalten wurde dagegen der Mittelteil. Durch das kleine Gebäude führt einer der Wanderwege der Grünanlage. Das Lesmona-Torhaus – so nennen es die Planer – soll mit Informationstafeln ausgestattet werden, auf denen Besucher etwas über die Historie des Lesmona-Bergs erfahren.
08.02.2013, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Liegehalle in Knoops Park abgerissen
Von Julia Ladebeck

Die sogenannte Liegehalle in der Nähe der Villa Lesmona in Knoops Park gehört der Geschichte an. Sie wurde abgerissen. Erhalten wurde dagegen der Mittelteil. Durch das kleine Gebäude führt einer der Wanderwege der Grünanlage. Das Lesmona-Torhaus – so nennen es die Planer – soll mit Informationstafeln ausgestattet werden, auf denen Besucher etwas über die Historie des Lesmona-Bergs erfahren.

St. Magnus. Drei Jahre nachdem Immobilien Bremen den Abriss der baufälligen Liegehalle in Knoops Park beschlossen hat, ist das Gebäude nun verschwunden. Geblieben ist der Mittelteil. Durch das Torhaus können Parkbesucher künftig wieder auf einem der Hauptwege durch die Grünanlage wandern. Die Arbeitsgruppe Knoops Park hat außerdem eine Idee der Landschafsarchitekten Lindenlaub und Dittloff aus den 1980er-Jahren aufgegriffen, nach der das Häuschen künftig als Informationszentrum dienen könnte.

40000 Euro kosten der Abriss der einstigen Liegehalle und die Instandsetzung des kleinen Häuschens in der Nähe der Villa Lesmona laut Susanne Engelbertz von Immobilien Bremen (IB). Während die Liegenschaftsverwaltung, die für die Unterhaltung stadteigener Immobilien zuständig ist, den Abriss finanziert, übernimmt der Umweltbetrieb Bremen die Wiederherrichtung des Häuschens. Vorgesehen ist die Ausbesserung des Daches, außerdem sollen die Wände in einem Sandton verputzt und mit Rankgerüsten versehen werden. Daran könnten künftig Efeu oder Knöterich Halt finden, schlägt Christof Steuer vom Förderverein Knoops Park vor.

Für die Erhaltung des Lesmona-Torhauses – so nennen es die Planer – hatte sich die Arbeitsgruppe Knoops Park eingesetzt, in der sich Vertreter des Umweltbetriebs, des Bauamts Bremen-Nord, des Fördervereins Knoops Park, der Umweltbehörde und des Landesamts für Denkmalpflege engagieren. "Der Abriss und die Wiederherstellung des Torhauses sind nur einer von vielen kleinen Bausteinen im Parkpflegekonzept", sagt Corinna Kramer, Planerin beim Umweltbetrieb Bremen. Dazu gehörte auch die Erneuerung des Weges, der am Torhaus vorbeiführt. Durch den Anschluss an den Wanderweg durch das Tor wird noch im Frühjahr der westliche Zugang zum Park wiederhergestellt. Hinter dem Torhaus führt eine Treppe den Hang hinab. Dort, wo zuvor die Flügel der Liegehalle die Sicht auf die Lesum versperrten, soll zudem eine Sichtachse entstehen, "unter Erhalt des Baumbestandes, indem wir das Gestrüpp ausdünnen", so Kramer.

Bis 1978 diente die Liegehalle Patienten der damaligen Lungenklinik und Pocken-Quarantänestation im Haus Lesmona zum Ausruhen. Später wurde sie von den Betreibern der Academy of Arts für Kunst- und Kinderprojekte genutzt. Das Ehepaar Birgit und Jürgen Waller hatte einen Nutzungsvertrag mit der Stadt geschlossen. Bei einer Routineuntersuchung wurden Risse im Mauerwerk und im Fundament entdeckt; Teile drohten den Berg hinabzustürzen. Immobilien Bremen ließ die Halle im Sommer 2009 sperren. Zwischen den Nutzern und IB entbrannte ein Streit über die Baufälligkeit des Gebäudes. Letztendlich entschied die Liegenschaftsverwaltung, dass die Halle abgerissen werden soll. Weil die Mittel für den Abriss nicht sofort zur Verfügung standen, hatte die Arbeitsgruppe Knoops Park ausreichend Zeit, Möglichkeiten für eine Einbindung in das Parkpflegekonzept zu erörtern.

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