Huchting

Linie 1: Naturschützer fordern schnellen Baubeginn

Huchting. Der Ausbau der Straßenbahnlinien 1 und 8 hat in der vergangenen Woche erneut den Stadtteil Huchting beschäftigt.
26.03.2015, 00:00
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Von Karin Mörtel

. Der Ausbau der Straßenbahnlinien 1 und 8 hat in der vergangenen Woche erneut den Stadtteil Huchting beschäftigt. Im Rahmen des neu aufgerollten Planfeststellungsverfahrens gab es öffentliche Anhörungen von Bürgerinnen und Bürgern und öffentlichen Institutionen, die ihre Meinung zu den veränderten Plänen äußern durften.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) drängt nun darauf, die Bauarbeiten schnellstmöglich zu beginnen. „Auch wir sind nicht mit jedem Detail der Planung voll zufrieden, aber das Projekt hat schon jetzt viel zu lange gedauert“, sagt Martin Rode, Geschäftsführer des Bremer BUND. Übergeordnetes Ziel sei die Bekämpfung des Pendlerproblems, „daher muss nun gebaut werden, um endlich eine Verbesserung der Verkehrssituation in Huchting und die Anbindung der südwestlichen Gemeinden Stuhr und Weyhe an die Innenstadt zu erreichen.“

Der Naturschutzverband lobt die veränderten Pläne, weil nun insgesamt weniger Fläche beansprucht werden solle, weniger Bäume gefällt werden müssten und außerdem der Lärmschutz nochmals überprüft worden sei.

Die Huchtinger Lokalpolitik sieht das allerdings ganz anders. „Der Beirat will das so nicht haben“, sagt Ortsamtsleiter Uwe Martin auf Nachfrage. Es gebe auch jetzt noch massiven Widerstand gegen wesentliche Punkte der Planung.

Außer der Streckenführung, die wie vom BUND ebenfalls auf der Kirchhuchtinger Landstraße befürwortet wird, sehen die Kommunalpolitiker auch die Verkehrsanbindung der Wohngebiete, die abseits der geplanten Straßenbahnstrecke liegen, gefährdet. Sie sind derzeit noch über ein Ringbussystem erreichbar. „Daneben gibt es noch viele weitere Punkte, die aus Sicht des Beirates mindestens eine Nachbesserung erfordern“, berichtet der Huchtinger Ortsamtsleiter.

Anfang des Jahres wird vermutlich der fertige Planfeststellungsbeschluss vorliegen, der die Basis für die Umsetzung des Großprojektes ist. Mit dem Baubeginn rechnen die Planer beim Senator für Umwelt, Bau und Verkehr nach dem aktuellen Stand nicht vor Mai 2016.

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