Fraktion kritisiert Sozialbehörde Linke: Treff 16 muss bleiben

Burg-Grambke. In die Debatte über das Aus für den Treff 16 hat sich jetzt die Linke eingeschaltet. Claudia Bernhard, frauenpolitische Sprecherin der Bürgerschaftsfraktion, hält die Schließung der Anlaufstelle, in der Frauen und Mädchen betreut werden, für falsch.
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Linke: Treff 16 muss bleiben
Von Christian Weth

In die Debatte über das Aus für den Treff 16 hat sich jetzt die Linke eingeschaltet. Claudia Bernhard, frauenpolitische Sprecherin der Bürgerschaftsfraktion, hält die Schließung der Anlaufstelle, in der Frauen und Mädchen betreut werden, für falsch. Für die Abgeordnete kann es nicht sein, dass ein „gut angenommener“ Treff schließen muss, weil ein Jahresbudget von gerade mal 10 000 Euro fehlt. Das kritisiert auch Cord Degenhard von der Wählergemeinschaft „Bürger in Wut“. Er beklagt, dass einerseits ein „erfolgreich arbeitender“ Treff geschlossen wird, anderseits ein siebenstelliger Betrag ausgegeben wird, um in einem Haus geflüchtete Mädchen unterzubringen.

Das Aus für den Treff 16 ist für Claudia Bernhard schlimm, aber etwas anderes noch schlimmer: dass die Sozialbehörde eine Finanzierung zur Überbrückung abgelehnt hat. Damit, meint die Linken-Politikerin, würden Fakten geschaffen, ehe der Haushalt beschlossen ist. Die frauenpolitische Sprecherin nennt das einen „Vorgriff“. So dürfe mit der Sozialarbeit in den Stadtteilen nicht umgegangen werden.

Und mit der Betreuung von Mädchen schon gar nicht. Erst vor einigen Monaten habe sich der Ausschuss für die Gleichstellung der Frau mit der Mädchenförderung beschäftigt – und es erneut mit den Finanzierungssorgen der Einrichtungen zu tun bekommen. Für Bernhard steht der Senat in der Pflicht, Geld bereitzustellen, damit der Treff zumindest so lange weitermachen kann, bis der Haushalt beschlossen ist.

Die Behörde wehrt sich indes gegen den Vorwurf, Mittel für die Jugendarbeit zusammengestrichen zu haben. „Das“, sagt Bernd Schneider, „haben wir nicht getan.“ Der Sprecher von Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) verweist darauf, dass jeder Stadtteil eigenständig einen Etat verwaltet und bestimmen kann, welches Projekt wie viel Geld bekommt. Schneider: „Die Behörde ist da raus.“

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