Gegen "Nazis und Repression" Linke Ultra-Gruppen demonstrieren friedlich

In der Innenstadt haben rund 700 Menschen friedlich gegen "Nazis und Repression" demonstriert. Zu dem Marsch vom Brill bis zur St.-Jürgen-Straße hatten linksgerichtete Ultra-Gruppen aufgerufen.
15.08.2015, 10:42
Lesedauer: 1 Min
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Von Elke Hoesmann

In der Innenstadt haben nach Polizeiangaben zeitweise 730 Menschen friedlich gegen „Nazis und Repression“ demonstriert. Zu dem Marsch vom Brill über das Viertel bis zur St.-Jürgen-Straße hatten linksgerichtete Ultra-Gruppen aufgerufen.

Die Demonstration linksgerichteter Ultras geht derzeit im Steintor zu Ende. Die Polizei spricht von jetzt 670 Teilnehmern. Während des Zugs durch die Innenstadt und das Viertel seien weitere Demonstranten hinzugekommen. Zeitweise hätten sich 730 Menschen an dem Marsch gegen „Nazis und Repression“ beteiligt.

Bislang sei alles friedlich geblieben, rechte Hooligans hätten sich nicht bemerkbar gemacht, so ein Polizeisprecher. Die Demonstranten forderten unter anderem die Freilassung des Werder-Ultras „ Valentin“, der seit Anfang Juli in Untersuchungshaft sitzt. Ihm wird gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Das Amtsgericht Bremen hatte am Freitag den Haftbefehl gegen den jungen Mann bestätigt. Für seine Freilassung setzt sich auch ein Internet-Blog ein.

Eine Sprecherin kritisierte zum Auftakt der Demo die Bremer Innenbehörde. Diese ignoriere die Probleme, die rechte Hooligans im Weserstadion bereiteten. „Neonazis und Hooligans vernetzen sich, um Linke aus dem Stadion zu drängen“, so die Sprecherin.

Am Mittag fand zum Abschluss der Demo eine Kundgebung mit Redebeiträgen von Ultra-Gruppierungen an der St.-Jürgen-Straße statt.

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