Beirat ist zufrieden mit dem Angebot für Senioren in der Vahr Lob für Altenarbeit

Seniorenbegegnungsstätten in der Vahr kooperieren. Der Polizeirevierleiter ermuntert die Vereine, die Präventionsarbeit der Polizei zu nutzen.
18.01.2018, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Christian Hasemann

Vahr. Die Seniorenarbeit im Stadtteil sieht der Beirat Vahr auf einem guten Weg. Inka Kusen für den Verein Vahrer Löwen und Sabine Kruse und Edith Wangenheim für den Verein Aktive Menschen Bremen (Ameb) hatten zuvor über die zukünftige Organisation und Koordination der Altenarbeit im Stadtteil gesprochen.

„Wir sind an einer Stelle, wo wir Recht zufrieden damit sein können, was wir geschafft haben“, sagte Inka Kusen. Im Waschhaus in der Neuen Vahr und dem Nachbarschaftstreffpunkt Bispi in der Gartenstadt Vahr, mit jeweils eigenen Vereinen, sind die „Löwen“ mit ihren Programm- und Gruppenangeboten für Senioren aktiv.

„Im Waschhaus haben wir 79 Mitglieder und im Bispi etwa 50 Mitglieder, aber jeder kann unser Angebot nutzen, jeder kann mitmachen und mitarbeiten.“ Daneben sehen die Vahrer Löwen in der sogenannten aufsuchenden Altenarbeit ihr Kerngeschäft.

Nachdem das Sozialressort beschlossen hatte, die Seniorenbegegnungsstätten neu zu ordnen, sei die Bitte an die Vahrer Löwen herangetragen worden, ein Konzept für die Begegnungsstätte „Olymp“ zu entwickeln. Diesen Treffpunkt übernehmen die Löwen nun vom Verein Aktive Menschen Bremen, vormals sozusagen der Platzhirsch in der Vahr. Inka Kusen: „Es ist wichtig, den Standort zu erhalten, denn gerade mobilitätseingeschränkte Menschen kommen aus dem Kurfürstenviertel nur schlecht raus.“ Zunächst soll das Programm wie gehabt weiter laufen.

Edith Wangenheim und Sabine Kruse betonten, dass die Begegnungsstätte Vahrer See in ihrer jetzigen Form erhalten bleibe und dass der Verein sich zukünftig mehr nach außen öffnen möchte. So könnten beispielsweise Ausflugsfahrten des Vereins auch für andere Vereine und Initiativen geöffnet werden.

Auch wenn es im Hintergrund um Verteilungskämpfe um die begrenzten Mittel des Sozialressorts für die Altenarbeit geht, ist Bernd Siegel (SPD) optimistisch. „Ich bin sehr zufrieden mit dem, was Sabine Kruse und Inka Kusen gesagt haben.“ Er sei froh, dass durch das Sozialressort nun mehr Transparenz geschaffen worden sei. „Und ich bin froh, dass wir 10 000 Euro Globalmittel sparen.“ Der Hintergrund: Der Beirat hat bisher die Treffpunkte Waschhaus und Bispinger Straße mit Geld unterstützt, das er nun anders nutzen kann. „Ich kann eigentlich nur allen Beteiligten danken, dass wir über alle Diskussionen zu einer guten Lösung gekommen sind.“

Eine eher unerwartete Anmerkung kam von Revierleiter Michael Häntsche: „Die Senioren-Arbeit lag uns immer am Herzen, aber im Moment ebbt die Nachfrage der Treffpunkte bei uns ab.“ Dabei habe es in den vergangenen zwei Wochen Überfälle auf Senioren im Stadtteil gegeben. „Und es gibt wieder vermehrt Straftaten zum Nachteil älterer Menschen, da wollen wir aktiver werden, aber es wird leider nicht mehr so nachgefragt.“ Die Polizei setze sich mit Videos, Aufklärungsarbeit und Verhaltenstipps dafür ein, dass Senioren möglichst nicht zu Opfern werden.

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