Parzellenbewohner begrüßen Vorhaben Lob und Tadel für Kaisenhauspläne

Bremen (ssu). Die Interessengemeinschaft der Parzellenbewohner e.V.
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Lob und Tadel für Kaisenhauspläne
Von Sara Sundermann

Die Interessengemeinschaft der Parzellenbewohner e.V. reagiert erfreut auf die Pläne von Sozialdemokraten und Grünen, intakte Kaisenhäuser künftig nicht mehr abreißen zu lassen (wir berichteten). Die Interessengemeinschaft setzt sich seit mehr als 60 Jahren für den Erhalt der Kaisenhäuser und den Schutz ihrer Bewohner ein. Kaisenhäuser sind kleine Nachkriegswohnbauten in Bremens Parzellengebieten. Der systematische Abbruch von Kaisenhäusern habe auch „die Zerstörung einer einzigartigen Wohnkultur“ bedeutet, so die Interessengemeinschaft: „Wir sind froh, dass dies nun ein Ende hat.“

„Natürlich wünschen wir uns, dass die Häuser auch weiterhin zum Wohnen genutzt werden dürfen“, sagt Peter Stolz, Sprecher der Interessengemeinschaft. „Der Erhalt der Gebäude ist für uns jedoch ein Meilenstein auf einem langen und leidvollen Weg.“ Als „völlig unverständlich“ bezeichnet er dagegen „die rückwärtsgewandte Sicht des Landesverbandes der Gartenfreunde“. Die hatten sich dafür ausgesprochen, dass Gebäude mit mehr als 24 Quadratmetern – also auch die Kaisenhäuser – weiterhin im Parzellengebiet nicht zugelassen sind.

Unterdessen kritisiert die Linkspartei die rot-grünen Pläne: „Völlig unangebracht sind die Überlegungen, Kaisenhaus-Bewohner künftig mit Bußgeldern zu überziehen“, sagt Claudia Bernhard, stadtentwicklungspolitische Sprecherin der Linksfraktion in der Bürgerschaft. Sie lehnt es auch ab, Teile von Kleingartengebieten in öffentliche Grünflächen oder Ausgleichsflächen für Baumaßnahmen umzuwandeln. „Damit betreiben SPD und Grüne genau die scheibchenweise Umnutzung der Kleingartengebiete, vor der sie selbst immer warnen.“

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+