Demo am Internationalen Frauentag Lohngerechtigkeit bleibt Forderung

Bremen. Der 8. März gehört den Frauen. In vielen Stadtteilen treffen sich Alteingesessene und Zugezogene, Blonde, Brünette, Schwarz-, Rot- und Grauhaarige zum Kennenlernen, zum Feiern und zu politischen Gesprächen. Die zentralen Veranstaltungen laufen auf dem Marktplatz und im Rathaus, in das Politikerinnen erst im 20. Jahrhundert Einzug gehalten haben.
08.03.2012, 05:00
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Lohngerechtigkeit bleibt Forderung
Von Monika Felsing

Bremen. Der 8. März gehört den Frauen. In vielen Stadtteilen treffen sich Alteingesessene und Zugezogene, Blonde, Brünette, Schwarz-, Rot- und Grauhaarige zum Kennenlernen, zum Feiern und zu politischen Gesprächen. Die zentralen Veranstaltungen laufen auf dem Marktplatz und im Rathaus, in das Politikerinnen erst im 20. Jahrhundert Einzug gehalten haben.

Für Lohngerechtigkeit sollen Frauen heute um 15.30 Uhr auf die Straße gehen, und weil sie Bremerinnen sind, treffen sie sich am Roland. "Frauen verdienen mehr!", findet nicht nur die Stadtfrauenkonferenz, die zur Demo aufruft, und fügt hinzu: "We want sex equality!", was wenig mit gleichem Sex zu tun hat und viel mit der Gleichheit der Geschlechter. Um 17 Uhr sollen Aktionen auf dem Marktplatz beginnen, organisiert von Gewerkschafterinnen und dem Frauenausschuss, ab 18 Uhr steht das Rathaus allen Frauen offen, und im Festsaal wird die "Bremerin des Jahres" aufgerufen. Gabi-Grete Kellerhoff aus Hastedt gibt den Titel weiter. Die Infostände bleiben bis 21 Uhr besetzt. Der Rest ist Sekt, Musik und Improtheater.

Morgen Abend läuft im evangelischen Informationszentrum Kapitel 8 an der Domsheide der Film zur Demo: "We Want Sex!", ein typisch englisches Stück Kino zwischen Dokumentation, Komödie und Drama über den einstigen Kampf von Ford-Arbeiterinnen für gleiche Bezahlung, über die Reaktionen der männlichen Gewerkschafter, der Ehemänner, der Wirtschaftsbosse und der zuständigen Ministerin. Ohne Meryl Streep, aber ebenso sehenswert. Der Abend beginnt um 19 Uhr mit einem Vortrag über geschlechtsspezifischen Lohn. Der Film startet um 20 Uhr. Die Gleichstellungsbeauftragte der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK), die Evangelische Frauenarbeit in Bremen, das Frauenpolitische Forum der BEK und das Kapitel 8 laden Frauen und Männer dazu ein.

Christine Renken vom Theater Interaktiwo lädt für heute um 15 Uhr zu einer nichtkommerziellen Führung über den Riensberger Friedhof ein: "Von Annemarie Mevissen bis Magda Pauli". Näheres unter 0172/5409384. Ab 16.30 Uhr erläutert Christine Holzner-Rabe in den Kunstsammlungen Böttcherstraße Frauenbildnisse aus 600 Jahren, für 1,50 Euro plus Eintritt. Im Kulturhaus Pusdorf, Woltmershauser Straße 44, wird heute um 17 Uhr die Ausstellung "Mutige Frauen" eröffnet.

"Ein Abend für die Damen" morgen, 9. März, im Bürger- und Sozialzentrum Huchting, Amersfoorter Straße 8, wird ab 20 Uhr mit Clowninnen vom "Theater Prima Panna" gestaltet (fünf Euro, inklusive Buffet, Reservierung unter 571568). Belladonna plant für morgen um 20 Uhr eine Lesung mit Cornelia Petmecky in der Pusta-Stube, Oberblockland 5 (Reservierung unter 274332, Eintritt nach Gefallen), für Sonnabend, 10. März, um 20 Uhr das Konzert "Sappho küsst Shane" mit Carolina Brauckmann im Schnürschuhtheater, Buntentorsteinweg 145 (Karten für 14/elf Euro, unter 703534) und für Sonntag, 11. März, die Führung "Weltoffenes Bremen?" Céneia Alves erwartet Teilnehmerinnen und Teilnehmer um 15 Uhr am Roland (sieben Euro). Zeitgleich spricht Susanne Bauermann im Helene-Kaisen-Nachbarschaftshaus, Beim Ohlenhof 10 (fünf/drei Euro, inklusive Kaffee und Kuchen), über Politik.

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