Eigene Ziele nicht erreicht

Lohse räumt Nachholbedarf bei Sozialwohnungen ein

Das Fertigstellungstempo bei neuen Sozialwohnungen ist in den vergangenen Jahren hinter dem Bedarf zurückgeblieben. Das ist am Donnerstag in der Bürgerschaft deutlich geworden.
28.02.2019, 19:41
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Lohse räumt Nachholbedarf bei Sozialwohnungen ein
Von Jürgen Theiner
Lohse räumt Nachholbedarf bei Sozialwohnungen ein

Senator Lohse gab aber auch seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Fertigstellungszahlen in naher Zukunft steigen werden.

Christina Kuhaupt

Die Hansestadt bleibt beim Neubau von Sozialwohnungen bisher deutlich hinter den selbst gesteckten Zielen zurück. Das ergibt sich aus einer Antwort des Senats auf eine entsprechende Anfrage der Linken. Nach den Zahlen der Baubehörde, die Senator Joachim Lohse (Grüne) in der Bürgerschaft vorlegte, entstanden zwischen 2012 und 2018 nur rund 550 Sozialwohnungen.

Im vergangenen Jahr waren es den vorläufigen Zahlen nach nur rund 95. Das sei „meilenweit von dem entfernt, was nötig wäre“, sagt Linken-Baupolitikerin Claudia Bernhard. Denn allein 2018 seien 548 ältere Sozialwohnungen aus der Sozialbindung gefallen. Mit dem bisherigen Neubautempo könne man also den Wegfall bestehender Sozialwohnungen längst nicht kompensieren. Absehbar sei zudem, dass das Ziel von 784 neuen Sozialwohnungen in 2019 nicht erreicht werde, sagte Bernhard.

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„Es ist in der Tat so, dass die Zahl der Neubauten hinter der Zahl der Baugenehmigungen hinterherhinkt“, räumte der Ressortchef ein. Senator Lohse gab aber auch seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Fertigstellungszahlen sowohl bei frei finanzierten Objekten als auch bei Wohnungen mit Sozialbindung in naher Zukunft steigen werden. Derzeit lägen Genehmigungen für über 4000 neue Wohneinheiten vor. Lohse: „Die müssten in den nächsten Jahren auf den Markt kommen.“

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