Buchbindekunst in zwei Stadtteilen Lore Hübotter stellt aus

Überseestadt·Steintor. Dass man Wasser falten kann, wird die neue Ausstellung im Hafenmuseum im Speicher XI beweisen. Die Gruppe "Buch und Form" – Lore Hübotter aus dem Ostertor und die Schweizer Edwin Heim, Ceno Ruepp und Hansruedi Zoller – präsentiert Leporellos zum Thema Wasser. Die Auftaktveranstaltung der Ausstellung "Wasser falten" ist morgen, 31. August, um 20 Uhr bei freiem Eintritt im Ostertor Buchladen, Fehrfeld 60, im Steintor.
30.08.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Lore Hübotter stellt aus
Von Lisa Schröder

Überseestadt·Steintor. Dass man Wasser falten kann, wird die neue Ausstellung im Hafenmuseum im Speicher XI beweisen. Die Gruppe "Buch und Form" – Lore Hübotter aus dem Ostertor und die Schweizer Edwin Heim, Ceno Ruepp und Hansruedi Zoller – präsentiert Leporellos zum Thema Wasser. Die Auftaktveranstaltung der Ausstellung "Wasser falten" ist morgen, 31. August, um 20 Uhr bei freiem Eintritt im Ostertor Buchladen, Fehrfeld 60, im Steintor.

Die außergewöhnlichen Buchbindekunstwerke unterscheiden sich stark in Größe, Material und Gestaltung, sind mit Fotos, Reliefs oder auch Texten versehen und spiegeln den persönlichen Bezug der Künstlerin und der Künstler zum Wasser wider. Allen Leporellos ist gemein, dass nur Material verwendet wurde, mit dem der Handbuchbinder auch tatsächlich arbeitet.

"Die drei Schweizer Künstler werden Objekte mitbringen und uns präsentieren. Für mich ist es auch eine kleine Überraschung, was sie zeigen werden", sagt Andreas Haufe, einer der Geschäftsführer des Buchladens im Viertel. Edwin Heim, der "Buch und Form" 1994 mitgegründet hat, erklärt außerdem Techniken des Handwerks und der Kunst des Buchbindens anhand der Leporellos. Die morgen im Buchladen Ostertor gezeigten ziehharmonikaartigen Faltbücher sind extra für den Abend dabei und nicht in der Ausstellung zu sehen.

"Die vier Handbuchbinder kommen aus dem Handwerk und haben dann eine künstlerische Richtung eingeschlagen", sagt Claudia Seidel vom Hafenmuseum. "Wir wollten gern, dass die Kunst zum Auftakt zurück zum Handwerk, also dem Buch kommt." Gerade die Schnittstelle zwischen Handwerk und Kunst spiele eine Rolle in der Ausstellung.

Claudia Seidel freut sich über die Leporello-Objekte im Museum: "So etwas hatten wir noch nicht bei uns, das ist etwas total Besonderes. Die Schweizer Gruppe ist in Europa sehr renommiert, gibt Kurse und hält Vorträge. Lore Hübotter ist dann auf die Idee gekommen, sie einzuladen." Die preisgekrönte Bremerin und Handbuchbinderin, die mit Klaus Hübotter verheiratet ist, hat einen Teil ihrer Ausbildung bei Edwin Heim von "Buch und Form" absolviert, der das "Centro de bel Libro" in Ascona leitet, eine Fortbildungsstätte für das Handwerk des Kunsthandbuchbindens.

Die Vernissage der Ausstellung "Wasser falten" im Hafenmuseum ist am Sonntag, 2. September, um 11 Uhr. Der Bremer Kurator und langjährige Geschäftsführer der Fachhochschule Ottersberg, Albrecht Lampe, gibt eine Einführung. Die Sonderausstellung läuft bis zum 28. Oktober und ist dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 4,50 Euro, ermäßigt 3,50. Näheres unter Telefon 30 38 279.

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