Netzwerkerin Heide Marie Voigt sucht für ihr vor fünf Jahren gegründetes Literatur-Festival Nachfolger

Lyrik hält wieder Zwiesprache

Einmal noch soll das engagierte, stadtteilübergreifende Literatur-Projekt „Zwiesprache Lyrik“ im März unter der Leitung von Heide Marie Voigt über die Bühne gehen. Die Netzwerkerin, die bis Ende vergangenen Jahres die Zimmer Galerie in Kattenturm leitete und inzwischen in Bremen-Nord lebt, ist auf der Suche nach einem Nachfolger für das Projekt.
20.02.2014, 00:00
Lesedauer: 4 Min
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Von Sigrid Schuer

Einmal noch soll das engagierte, stadtteilübergreifende Literatur-Projekt „Zwiesprache Lyrik“ im März unter der Leitung von Heide Marie Voigt über die Bühne gehen. Die Netzwerkerin, die bis Ende vergangenen Jahres die Zimmer Galerie in Kattenturm leitete und inzwischen in Bremen-Nord lebt, ist auf der Suche nach einem Nachfolger für das Projekt.

Einmal noch soll im März das blaue Band der Lyrik, auch in Gestalt von Gedichtbannern in allen Sprachen, die an Bremer Häuserwänden angebracht werden, unter ihrer Leitung durch alle Stadtteile Bremens wehen. Heide Marie Voigt, die in 24 Jahren ihre „Zimmer Galerie Kattenturm“ zu einer kulturellen Institution entwickelt hat, ist auf der Suche nach einem Nachfolger für ihr engagiertes, stadtteilübergreifendes Projekt „Zwiesprache Lyrik“.

2010 organisierte die Künstlerin und Netzwerkerin zum ersten Mal das kleine Bremer Literatur-Festival „Zwiesprache Lyrik“ mit zehn Gedichtbannern und 14 Veranstaltungen. 2012 initiierte sie 64 Veranstaltungen, 2013 waren es 45. „In diesem Jahr werden es zum Abschluss 20 Veranstaltungen sein. Auf die Dauer ist die Arbeit ehrenamtlich nicht zu leisten, obwohl sich in vielen Stadtteilen viele Lyrik-Lotsen beteiligen“, sagt Heide Marie Voigt. Welches Potenzial das Projekt habe, zeige das Programm, das Sara Dahnken in Obervieland auf die Beine gestellt habe. „Sie hat Professorin Yasemin Karakasoglu, Konrektorin für Interkulturalität und Internationalität der Universität Bremen als Schirmherrin gewonnen“, erzählt Heide Marie Voigt.

Erster Workshop beginnt schon

Schon heute läuft im Bürgerhaus Obervieland, Alfred Faust Straße 4, von 16 bis 19 Uhr unter dem Titel „Ungeschliffen – Jugendlyrik im Fokus“ ein Workshop. Der Workshop wird am Donnerstag, 27. Februar und am Donnerstag, 6. März, zur gleichen Uhrzeit unter der Leitung von Yvonn Kruse wiederholt. Der Eintritt ist frei. Die Jugendlichen können ihre eigenen Werke (Lieder, Gedichte, Geschichten und Bilder) präsentieren und sich zu Neuem inspirieren lassen. Die Ergebnisse werden auf dem „Lyrik-Festival der Nationen“ am Donnerstag, 27. März, in der Grundschule Stichnathstraße, Max-Jahn-Weg 13, in Kattenturm vorgestellt. Am Mittwoch, 5. März, um 20 Uhr, liest der irische Dichter Ian Watson in der Villa Ichon, Goetheplatz 4. Unter dem Titel „Daheim/At Home/Zwiesprache Bremen/Belfast“ stellt der Wahlbremer neue und gebrauchte englisch- und deutschsprachige Gedichte zu diesem Thema vor. Der Eintritt ist frei. Am selben Tag werden von 15 bis 18 Uhr, im Stadtteilhaus Kattenturm, Theodor-Billroth-Straße 48, im Rahmen des „Kulturcafé Vielfalt“ plattdeutsche Geschichten, Gedichte und Lieder vorgetragen. Der Eintritt ist frei, Kaffee und Kuchen werden zu niedrigen Preisen angeboten. Weitere Informationen unter Telefon 69661433.

Am Mittwoch, 12. März, wird um 19 Uhr, im Haus „Vier Deichgrafen“ der Bremer Heimstiftung, Zum Alten Speicher 6, Vegesack, der Film „Genug ist da zu sein – Begegnungen mit Irmela Dening“ von Agnes Kondering gezeigt. Danach liest die Lyrikerin ihre Gedichte. Der Eintritt kostet drei Euro. Weitere Informationen unter Telefon 40950. Am Donnerstag, 13. März, und Sonnabend, 20. März, werden von 15 bis 17 Uhr im Bürgertreff „Aktiv“ in der Martin- Buber-Straße 7 in Arsten, interkulturelle Sprachwürfel gebastelt. Es werden Würfel erstellt, auf denen ein Wort in unterschiedlichen Sprachen abgebildet ist. Der Eintritt ist frei.

Mit Bülent Uzuner, Geschäftsführer der Uzuner Consulting GmbH, konnte Heide Marie Voigt einen prominenten Laudator für ihre Ausstellung „Stadtraum Bremen – soziale Gestalt“ gewinnen. Die Ausstellung wird am Donnerstag, 13. März, um 19 Uhr, im Wall-Saal der Zentralbibliothek, Am Wall 201, eröffnet. Neben den Zeichnungen, die Heide Marie Voigt auf ihren Fahrrad-Touren durch ihre Heimatstadt angefertigt hat, werden quasi als Lesung an der Wand Berichte von Menschen gezeigt, die in Bremen als Fremde und Flüchtlinge ankamen. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen unter Telefon 3614465. Am Montag, 17. März, wird um 16.30 Uhr eine Lyrik Lesung der Zeitungsinitiative „Irrturm“, im Café Brand, Gröpelinger Heerstraße 226, Telefon 6919478, veranstaltet. Psychiatrie- und krisenerfahrene Autoren lesen gemeinsam mit Autoren des Stadtteils Lyrik über das Fremdsein. Mit musikalischer Begleitung. Der Eintritt ist frei.

Am Freitag, 21. März, dem Welttag der Poesie, liest Mahmood Falaki unter dem Titel „Ich bin Ausländer und das ist auch gut so“ Kurzgeschichten und Gedichte. Veranstaltungsort ist die Kulturkirche, Stephanikirchhof 8. Der Eintritt kostet zwölf, ermäßigt sieben Euro. Weitere Informationen unter Telefon 3032294. Am Sonnabend, 22. März, liest Heide Marie Voigt um 15 Uhr in der Privatwohnung von Uta Uhlig, Wecholder Straße 5 in Kattenesch Lyrik vom Jakobsweg. „Umgeben von den wunderschönen Landschafts-Aquarellen des Bremer Malers Felix Uhlig lese ich aus ’Pilgerreise - pèlerinage’“, sagt sie. Begleitet wird sie dabei von Uta Fasold auf der Querflöte. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung unter Telefon 821817 wird gebeten. Am selben Tag lesen Martina Burandt und Ursula Pickener um 17 Uhr ihre Lyrik und Prosa in der St.-Lukas-Gemeinde, Am Vorfeld 22, in Grolland, Telefon 5148885. Der Eintritt ist frei. Spenden sind erwünscht.

Am Dienstag, 25. März, um 18 Uhr lesen Martin Heckmann und Heide Marie Voigt im Wall-Saal der Zentralbibliothek, Am Wall 201, Texte von Bremern aus verschiedenen Nationen, die sich an die eigene Flucht und Ankunft in der neuen Heimat erinnern. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen unter Telefon 3614465. Am Donnerstag, 27. März, wird von 15 bis 18 Uhr das „Lyrik-Festival der Sprachen“ in der Grundschule Stichnathstraße, Max-Jahn-Weg 13, veranstaltet. Am Sonnabend, 29. März, um18 Uhr trägt Brigitte Marx ihre Gedichte in der Albrecht-Poppe-Straße 24 vor. Da es sich um eine Privatwohnung handelt, ist eine Anmeldung unter Telefon 873597 erforderlich. Am Sonntag, 30. März, um 15 Uhr liest Anne Bendig neue Gedichte und Texte auf plattdeutsch und hochdeutsch, auf dem Hof Kaemena, Niederblockland 6. Der Eintritt ist frei.

Zum Abschluss am Welttag des Buches, am Mittwoch, 23. April, um 20 Uhr lesen die togoischen Dichter Akondoh Ali und Bassirou Ayeva in der Galerie am Schwarzen Meer, Am Schwarzen Meer 119, ihre Texte. Der Eintritt kostet fünf Euro.

Weitere Informationen bei Heide Marie Voigt unter Telefon 873597.

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