Neuer Treff für acht- bis 18-jährige Hastedterinnen

Mädchen können mitgestalten

Einen neuen Rückzugsort haben Mädchen von acht bis 18 Jahre in Hastedt ab sofort in der Hastedter Heerstraße 164. Dort ist der "Mädchentreff Hastedt" eingezogen, der vom Verein sozialpädagogische Familien- und Lebenshilfe (SoFa) getragen wird. Ansprechpartnerinnen sind Tanja Wendt und Jasmine Dahoud. Zwar können die Hastedter Mädchen ihren neuen Treff jetzt schon nutzen, offiziell eröffnet das Haus aber erst am Donnerstag, 25. April, um 16 Uhr.
18.04.2013, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Liane Janz
Mädchen können mitgestalten

Die Studentinnen Tina Pfeiffer und Gesina Rath bauen schon mal die Möbel mit auf.

Einen neuen Rückzugsort haben Mädchen von acht bis 18 Jahre in Hastedt ab sofort in der Hastedter Heerstraße 164. Dort ist der "Mädchentreff Hastedt" eingezogen, der vom Verein sozialpädagogische Familien- und Lebenshilfe (SoFa) getragen wird. Ansprechpartnerinnen sind Tanja Wendt und Jasmine Dahoud. Zwar können die Hastedter Mädchen ihren neuen Treff jetzt schon nutzen, offiziell eröffnet das Haus aber erst am Donnerstag, 25. April, um 16 Uhr.

Hastedt. Eine Chill-Ecke, eine Tobe-Ecke, Platz, um sich zu verkleiden, Hängematten, Bücher, eine gemeinsame Küche - die Wunschliste ist lang. Aufgestellt wurde sie von Mädchen, die ihren neuen Mädchentreff in Hastedt mitgestalten möchten. Obwohl in der Hastedter Heerstraße 164 bereits seit einigen Wochen Kinder und Jugendliche ein und ausgehen, wird der "Mädchentreff Hastedt" am Donnerstag, 25. April, um 16 Uhr ganz offiziell eröffnet – im Beisein von Finanzsenatorin Karoline Linnert (Bündnis 90/Die Grünen), die in Hastedt wohnt.

Die Wünsche der Mädchen sammeln die Sozialpädagogin Tanja Wendt und die Kulturwissenschaftlerin Jasmine Dahoud seit einigen Monaten mit Hilfe eines Faltblattes. Darauf ist der Grundriss der neuen Räume zu sehen, in den die Mädchen einzeichnen können, was sie sich für ihren neuen Freizeitort wünschen. Der neue Mädchentreff in Hastedt hatte einige Vorlaufzeit. Die Stadt habe gezielt nach einem Träger gesucht, der in dem Ortsteil einen solchen Freizeitort eröffnet, berichten Tanja Wendt und Jasmine Dahoud.

Unter anderem hat die sozialpädagogische Familien- und Lebenshilfe (SoFa) mit Sitz in Achim ein Konzept eingereicht und Ende 2011 den Zuschlag erhalten. Dann dauerte es ein Jahr, bis der richtige Ort gefunden war. "Das war echt schwer, denn man kann so einen Treff nicht überall eröffnen", sagt Tanja Wendt.

In der Hastedter Heerstraße 164 wurden sie fündig. Das Erd- und das erste Obergeschoss sind für den Mädchentreff reserviert. Unten waren zuvor Hebammen zu Hause, oben war eine Wohnung. Damit war zum einen das Erdgeschoss schon ziemlich gut für eine Nutzung als Mädchentreff hergerichtet – renoviert werden musste trotzdem – und oben gibt es die gewünschte Gemeinschaftsküche, in dem die Mädchen und jungen Frauen zusammen kochen oder backen können.

Ein großer Raum im Erdgeschoss wird durch eine Glaswand zweigeteilt. Zudem gibt es einen kleineren Raum, der als Kreativraum genutzt werden kann. Im Obergeschoss steht neben der Küche und dem Büro von Tanja Wendt und Jasmine Dahoud auch ein weiterer großer Raum zur Verfügung, den beispielsweise Tanzgruppen mit Leben füllen könnten.

Gruppen, die den Mädchentreff nutzen, haben die beiden Betreuerinnen schon während des vergangenen Jahres aufgebaut und dafür bislang Räume in der Kinderschule auf der Hohwisch und in der Grundschule am Alten Postweg genutzt. "Als wir die Gruppen aufgebaut haben, war der Zulauf groß", sagt Tanja Wendt. Und Jasmine Dahoud ergänzt: "Die Mädchen haben auf einen geschlechtsspezifischen Rückzugsort Bock und freuen sich, den auch mitgestalten zu können." Nach und nach ziehen die Gruppen jetzt in die neuen Räume um.

Die Sozialpädagogin Tanja Wendt aus Walle und die Kulturwissenschaftlerin Jasmine Dahoud aus der Östlichen Vorstadt, die auch in systemischer Beratung und Theaterpädagogik ausgebildet ist, betreuen im neuen Mädchentreff Hastedt weibliche Kinder und Jugendliche zwischen acht und 18 Jahren. Im Mädchentreff sollen die Nutzerinnen neben einem vielfältigen Freizeitangebot auch Beratung und ein offenes Ohr finden, wenn sie das Bedürfnis haben, sich jemandem anzuvertrauen. Unterstützt werden sie im Moment von Tina Pfeiffer und Gesina Rath, zwei Studentinnen der Hochschule für Künste Ottersberg.

Finanziert wird der Treff vom Sozialressort. Wann genau er immer geöffnet sein soll, wird derzeit noch erarbeitet. Das müsse sich noch finden und entscheide sich wohl danach, wie die Mädchen Schule haben, sagen die Ansprechpartnerinnen. Aktuell können Mädchen mittwochs von 15 bis 18 Uhr den Treff mitgestalten, etwas aufbauen, malen, schrauben und dekorieren. Zwei Gruppen von Mädchen ab acht Jahre treffen sich montags von 14.30 bis 16 Uhr beziehungsweise von 15 bis 17 Uhr. Für diese Gruppen ist eine Anmeldung erforderlich. Künftig sollen im Mädchentreff auch Ferienfreizeiten, Ausflüge und Workshops angeboten werden.

Nähere Informationen gibt es unter Telefon 43799911und 0174/6514828.

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