Arisierungsdenkmal Mahnmal kommt auch 2018 nicht

Das Mahnmal zur Erinnerung an den Raub jüdischen Eigentums im Nationalsozialismus wird auch in diesem Jahr nicht gebaut. Ein Kosten- und Zeitplan soll nach den Sommerferien vorliegen.
13.02.2018, 19:56
Lesedauer: 1 Min
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Mahnmal kommt auch 2018 nicht
Von Nina Willborn

Das Mahnmal zur Erinnerung an den Raub jüdischen Eigentums im Nationalsozialismus wird auch in diesem Jahr nicht gebaut. Das ist nach der Sitzung der Kulturdeputation am Dienstagnachmittag klar. Staatsrätin Carmen Emigholz (SPD) kündigte an, man werde nach den Sommerferien einen Plan mit Angaben zum zeitlichen Ablauf und zu den Kosten vorlegen. Erst wenn dieser Plan vorliegt, können die Gespräche über die Finanzierung zum Beispiel auch mit den Unternehmen konkreter werden.

„Man kann sich jetzt auf einen Zeitstrahl einrichten. Das ist immerhin etwas. Die monatliche Debatte war zunehmend peinlich und schädlich“, sagte Claas Rohmeyer, kulturpolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion. Die Kritik der Grünen-Abgeordneten Kai Wargalla sorgte während der Debatte für Streit zwischen den Koalitionspartnern. Wargalla hatte im Vorfeld der Sitzung Unverständnis darüber geäußert, dass die Kulturbehörde so lange dafür brauche, ein notwendiges Statik-Gutachten in Auftrag zu geben. Das soll in Absprache mit dem Bauressort geschehen.

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„Mir ist völlig unverständlich, warum die Kulturbehörde dieses notwendige Gutachten nicht längst in Auftrag gegeben hat“, hatte Wargalla gesagt. Mit rund 5000 Euro seien die Kosten dafür „überschaubar“ und „sollten für das Kulturressort kein Hemmnis darstellen“. Inzwischen ist der Statiker beauftragt worden.

Ebenfalls kritisch hatte sich im Vorfeld der Sitzung schon Miriam Strunge, kulturpolitische Sprecherin der Linken, geäußert: „Mir scheint es, als ob das Mahnmal keinerlei Priorität im Senat hat und die Abstimmungen sehr schleppend verlaufen.“

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