Michael Beck rät Hobbykollegen zu einem radikalen Rückschnitt Mainzer Winzer erteilt Lektion

Schwachhausen (wk). Für die Winzergenossenschaft Wachmannstraße war Weiterbildung angesagt: Der renommierte Winzer Michael Beck, im Vorjahr mit dem deutschen "Rotwein-Oscar" auszeichnet, reiste jetzt zum dritten Mal aus Mainz an, um den Hobbywinzern in der Hansestadt die "Kultur des Rebschnitts" nahezubringen.
17.03.2011, 05:00
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Von WESER-KURIER

Schwachhausen (wk). Für die Winzergenossenschaft Wachmannstraße war Weiterbildung angesagt: Der renommierte Winzer Michael Beck, im Vorjahr mit dem deutschen "Rotwein-Oscar" auszeichnet, reiste jetzt zum dritten Mal aus Mainz an, um den Hobbywinzern in der Hansestadt die "Kultur des Rebschnitts" nahezubringen.

Beck ist Pate für die Bemühungen der Genossenschaft, einen guten Wein aus vornehmlich Schwachhauser Eigenanbau zu erzeugen. Er steht "Kellermeister" Ralph Saxe seit vier Jahren mit Rat und Tat zur Seite. 19 "Genossen" und freie Traubenbesitzer hatten nun einige Aha-Erlebnisse und Spaß an Becks launigen Belehrungen.

In Theorie und Praxis erläuterte Beck den richtigen Schnitt. An sieben Schwachhauser Weinreben-Standorten waren die Seminarteilnehmer Zeugen seines Rückschnitts, der radikal ausfällt. Die motivierten Weinstockbesitzer erhielten praktische Tipps auch zur Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten. Gerade der Weinbau im hohen Norden habe es wegen des feuchteren Klimas leicht mit Pilzen wie dem "Roten Brenner", falschen und echten Mehltau zu tun. Dann helfe zum Beispiel ein Lösungsgemisch mit viel Wasser und ein wenig Backpulver und Schwefel.

Ralph Saxe berichtete vom Schwachhauser Wein-Jahrgang 2010. Dieser habe zwar die zweitgrößte Menge in der vierjährigen Historie der jungen Winzervereinigung erbracht. Die 160 Halbliterflaschen seien aber von der Menge nur die Hälfte vom hervorragenden Jahrgang 2009. Dies sein ein Spiegelbild eines durchweg problematischen Witterungsverlaufes. 140 Flaschen sind vorab reserviert. Die Qualität sei erstaunlich gelungen. Der Erlös der Spenden von 15 Euro pro Flasche fließt wieder zu hundert Prozent wohltätigen Zwecken zu.

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