Bensch (CDU) sieht negative Folgen "Maison & Jardin": Politik mischt mit

Vegesack. Der Konflikt um die Gebühren für die Freiluftmesse "Maison & Jardin" könnte nach Ansicht der CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Rainer Bensch Konsequenzen für Vegesack haben, die bisher kaum bedacht worden seien. Falls sich der Veranstalter aus Verärgerung über die Behörden im kommenden Jahr aus Vegesack zurückzieht, wäre nach Benschs Einschätzung auch der mit der Messe verbundene verkaufsoffene Sonntag im Ortskern in Frage gestellt. Dies hätte spürbare Einbußen für den Einzelhandel zur Folge. Bensch fordert Umweltsenator Reinhard Loske (Grüne) auf, den Verbleib der weit über Bremen-Nord hinaus ausstrahlenden Messe im Vegesacker Stadtgarten zu sichern.
15.04.2011, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Jürgen Theiner

Vegesack. Der Konflikt um die Gebühren für die Freiluftmesse "Maison & Jardin" könnte nach Ansicht der CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Rainer Bensch Konsequenzen für Vegesack haben, die bisher kaum bedacht worden seien. Falls sich der Veranstalter aus Verärgerung über die Behörden im kommenden Jahr aus Vegesack zurückzieht, wäre nach Benschs Einschätzung auch der mit der Messe verbundene verkaufsoffene Sonntag im Ortskern in Frage gestellt. Dies hätte spürbare Einbußen für den Einzelhandel zur Folge. Bensch fordert Umweltsenator Reinhard Loske (Grüne) auf, den Verbleib der weit über Bremen-Nord hinaus ausstrahlenden Messe im Vegesacker Stadtgarten zu sichern.

Unterdessen hat der Umweltbetrieb Bremen gestern auf die Kritk der Veranstalter an zusätzlichen Gebührenforderungen für die Nutzung des Stadtgartens reagiert. Wie berichtet, war das Entgelt zwischenzeitlich auf 12000 Euro ermäßigt worden, nun sollen es plötzlich wieder 26400 Euro sein. "Das hat mit einem weiteren Antrag des Veranstalters zu tun, der uns über das Stadtamt zugegangen ist", erläuterte Sprecherin Kerstin Doty. Statt vom 4. bis 8. Mai - wie ursprünglich genehmigt - wolle der Ausrichter die Flächen im Stadtgarten nun vom 29. April bis 9. Mai nutzen. Die Erweiterung diene dem Auf- und Abbau. "Die gebührenpflichtige Sondernutzung verlängert sich dadurch natürlich", so Doty.

Veranstalter Manfred Reuss versteht angesichts solcher Äußerungen die Welt nicht mehr. "Es ging doch bei unseren Verhandlungen mit den Behörden immer darum, wie lange die Ausstellungsflächen der Öffentlichkeit wirklich entzogen sind", so Reuss. Das betreffe den Zeitraum zwischen dem 4. und 8. Mai, und nur für diese Spanne, so habe man ihm bereits im vergangenen Jahr versichert, müssten die Gebühren bezahlt werden. Vom 29. April an werde zwar aufgebaut, doch könnten sich Besucher des Stadtgartens weiterhin frei auf dem Gelände bewegen. "Das ist der springende Punkt", so ein hörbar genervter Manfred Reuss.

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