Studentin aus Horn-Lehe will „Roots & Shoots“-Gruppe gründen

Marga Zenth sucht Mitstreiter

Horn-Lehe ·Bahnhofsvorstadt. Ihr einmonatiges Praktikum im Jane-Goodall-Institut (JGI) im Sommer 2012 hat Marga Zenth aus Horn-Lehe geprägt. Sie hat viele Ideen von dort mit nach Bremen gebracht. Zwei Projekte liegen ihr besonders am Herzen. Sie möchte eine "Roots & Shoots"- Gruppe aufbauen und das Projekt "Plastik Run" am Werdersee organisieren.
04.04.2013, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Sabine Kämerow

Horn-Lehe ·Bahnhofsvorstadt. Ihr einmonatiges Praktikum im Jane-Goodall-Institut (JGI) im Sommer 2012 hat Marga Zenth aus Horn-Lehe geprägt. Sie hat viele Ideen von dort mit nach Bremen gebracht. Zwei Projekte liegen ihr besonders am Herzen. Sie möchte eine "Roots & Shoots"- Gruppe aufbauen und das Projekt "Plastik Run" am Werdersee organisieren.

Das 1991 in Tansania gegründete Jugendprogramm "Roots & Shoots" (deutsch: Wurzeln & Sprösslinge) will vor allem Kinder und Jugendliche erreichen. Denn die Kinder seien die Wurzeln der Welt von morgen. Jane Goodall wurde weltberühmt durch ihre Forschung über Schimpansen im Wildreservat in Gombe, Tansania. 1977 gründete sie das Jane-Goodall-Institut, das heute Büros in 27 Ländern unterhält. In der Sonderausstellung im Übersee-Museum über Forscher und Entdecker ist auch sie vertreten.

Heute existieren mehr als 10000 Gruppen in über 100 Ländern, die sich mit kleinen und großen Projekten für eine bessere Welt engagieren. Das Institut möchte in Deutschland auch ein "Roots & Shoots- Netzwerk aufbauen. Und dafür soll Marga Zenth in Bremen Ansprechpartnerin sein. Büros wird es nicht geben. "Das JGI finanziert sich durch Spendengelder und Firmenpartnerschaften. Und wir wollen, dass die Gelder in die Projekte fließen und nicht in die Infrastruktur", sagt Monica Lieschke, die zusammen mit ihrem Mann, dem Filmemacher Lorenz Knauer, das Institut in München leitet. "Jeder, der eine gute Idee hat und sich für Umwelt, Tiere oder Menschen stark machen will, kann eine Gruppe gründen." Das Konzept sieht vor, dass die Gruppen weitestgehend autonom sind und von dem Institut und der Studentin in Bremen unterstützt werden.

Für Marga Zenth ist es wichtig, den Kindern und Jugendlichen zu zeigen, dass es etwas bringt, sich einzusetzen. "Es muss nicht gleich ein ganzer Urwald sein, den man retten möchte", sagt sie. "Gerade auch in kleinen Sachen kann man Erfolge erzielen und das Gefühl bekommen, wirklich etwas bewirkt zu haben." Sie möchte den Kindern Werte vermitteln und zeigen, dass sie mitgestalten können, was morgen ist. Marga hat die Forscherin Jane Goodall kennengelernt und ist beeindruckt von der Ruhe und Stärke, die sie ausstrahlt.

Ihr zweites Projekt ist der "Plastic Run", eine Aktion, die in München schon ein großer Erfolg war. Gemeinsam sollen am Werdersee unter dem Motto "Plastik in den Meeren und an den Stränden der Welt: Solidarität von Strand zu Strand" Plastik und Müll eingesammelt werden. Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind eingeladen mitzumachen. Künstler aus Bremen und umzu entwickeln daraus Kunstobjekte, die ausgestellt werden. Ein genauer Termin steht noch nicht fest, aber wer Interesse hat, entweder als Künstler oder Sammler mitzuwirken, kann sich per E-Mail an marga.zenth@janegoodall.de näher informieren.

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