Kortlang kritisiert Minister Meyer

„Marschboden baut Nitrat ab“

Wesermarsch. Horst Kortlang, niedersächsischer FDP-Landtagsabgeordneter aus Elsfleth, wirft Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) vor, falsche Fakten zu verbreiten. Die Aussage, mehr als 50 Prozent der Grundwassermessstellen in Niedersachsen seien oberhalb des zulässigen Grenzwertes von 50 Milligramm pro Liter mit Nitrat belastet, stimme nicht.
09.02.2017, 00:00
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„Marschboden baut Nitrat ab“
Von Barbara Wenke

Wesermarsch. Horst Kortlang, niedersächsischer FDP-Landtagsabgeordneter aus Elsfleth, wirft Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) vor, falsche Fakten zu verbreiten. Die Aussage, mehr als 50 Prozent der Grundwassermessstellen in Niedersachsen seien oberhalb des zulässigen Grenzwertes von 50 Milligramm pro Liter mit Nitrat belastet, stimme nicht. Als Beleg führt Kortlang eine Ende Januar veröffentlichte Untersuchung des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) an. Die ergebe für nur 16 Prozent der Messstellen Werte oberhalb des Grenzwerten – keine davon in der Wesermarsch. Den Schwerpunkt der Belastung bilden demnach Geestgebiete.

In sandigen Geestböden versickert das Niederschlagswasser schnell, sodass Nitrat bis in das Grundwasser ausgewaschen wird, erläutert der Bericht. In der Marsch herrschten dagegen oft Bedingungen vor, die einen Abbau des Nitrats bewirken. Kortlang weist darauf hin, dass es mehr Brunnen mit sinkenden Werten gebe. „Es wird heute wesentlich weniger gedüngt (...), was sich positiv auf die Nährstoffbilanz auswirkt. Die Qualität des Wassers wird sich durch die moderne Landwirtschaft noch weiter verbessern“, so Kortlang. Neben Nitrat stellen Pflanzenschutzmittel eine Belastungsquelle für das Grundwasser dar. An den Messstellen in der Wesermarsch sind laut NLWKN keine festgestellt worden.

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