37-Jähriger hat Alexander Jüptner im Ortsverband Stedingen abgelöst / Ehrenamt soll stärker in den Fokus rücken Martin Hilse ist neuer Leiter der Johanniter

Bardenfleth. Die Dienststelle Bardenfleth der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) Stedingen hat seit dem 1. Dezember 2015 einen neuen Leiter.
20.04.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Hannelore Johannesdotter

Die Dienststelle Bardenfleth der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) Stedingen hat seit dem 1. Dezember 2015 einen neuen Leiter. Martin Hilse ist Nachfolger von Alexander Jüptner, der den Ortsverband 25 Jahre hauptamtlich leitete und sich im Landesverband Niedersachsen als Leiter des Bereichs „Forschung & Entwicklung“ nun anderen Aufgaben zuwendet.

Martin Hilse kommt aus den Reihen der Johanniter. Er ist seit 2007 bei der Johanniter-Unfall-Hilfe, gehört dem Ortsverband Stedingen seit dem 1. April 2014 an. Hier war er zuletzt Leiter des Fachbereichs „Offshore“. Er ist außerdem ehrenamtlicher JUH-Bereitschaftsführer im Regionalverband Weser-Ems. In Kontakt mit dem Rettungswesen sei er über den Zivildienst beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) gekommen, erzählt der 37-Jährige.

Nach seiner Ausbildung zum Rettungsassistenten arbeitete er einige Jahre beim DRK in Nordrhein-Westfalen. 2007 übernahm er eine Stelle beim Intensivverlegungsdienst im JUH-Ortsverband Oldenburg. Ab Januar 2008 leitete er die JUH-Rettungswache in Ahlhorn. Für die frei werdende Leiterstelle der Dienststelle in Bardenfleth habe es mehrere Bewerbungen gegeben, berichtet Diether Liedtke. Auch externe Personen waren darunter. „Die Verpflichtung eines externen Mitarbeiters hätte den Vorteil eines belebenden Inputs von außen gehabt.“ Bei der Entscheidung für Martin Hilse habe aber der Vorteil gezählt, dass er keine Einarbeitung in die Struktur brauchte und die Akteure vor Ort bereits kennt. Die Wahl sei in der Endrunde auf ihn gefallen, „weil Martin Hilse Martin Hilse ist“, bringt es der Ortsbeauftragte auf den Punkt.

Martin Hilse, der verheiratet und Vater von drei Kindern ist, findet es persönlich nicht nachteilig, aus den Reihen der eigenen Kollegen zu kommen. Sein Verhältnis zu ihnen habe sich als Chef nicht merklich geändert. Dank seines Führungscharakters, den Diether Liedtke ihm bescheinigt, finde der Neue „mit natürlicher Autorität den richtigen sensiblen Ton“, wenn es darum gehe, auch mal einen Wunsch aus dienstlichen Gründen versagen zu müssen.

Dass sein Vorgänger Alexander Jüptner bei den Johannitern große Spuren hinterlassen hat, ist für Hilse keine Bürde. „Niemand sollte in die Spuren seines Vorgängers schlüpfen“, findet Diether Liedtke, „denn er verpasst sonst, eigene Spuren zu hinterlassen“. Erleichtert wurde der Wechsel für Martin Hilse durch eine Umstrukturierung in der Dienststelle. Für ihn biete das die Chance, Dinge neu zu gestalten und intern „für frischen Wind“ zu sorgen.

Derzeit erfüllt er allerdings noch eine Doppelfunktion, da er Jan Lutz als neuen Leiter des Fachbereichs Offshore, also auf seinen bisherigen Posten, einarbeitet. Martin Hilse ist zuversichtlich, bis Mitte dieses Jahres die Änderung der Organisationsstruktur abschließen zu können. Dann will er das Ehrenamt und die sozialen Dienste bei den Johannitern stärker in seinen Fokus nehmen. Dazu gehört unter anderem ein sogenanntes Quartiersmanagement mit niederschwelligen Angeboten wie der Betreuung von Demenzkranken. Auch um die JUH-Lebensmittelausgabestelle „Radieschen“ will sich der neue Dienststellenleiter zusammen mit Diether Liedtke dann mehr kümmern. Die Zusammenarbeit zwischen dem ehrenamtlichen Ortsbeauftragten und dem hauptamtlichen Dienststellenleiter bezeichnen beide als gut. „Wir sprechen von unseren grundsätzlichen Führungsqualitäten her mit einer Zunge“, beschreibt Liedtke das Verhältnis, „und wir ziehen an einem Strang“.

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