Gedenkort im Bremer Steintor

Marwa-El-Sherbini-Platz im Viertel eingeweiht

Im Bremer Steintor ist am Donnerstag der Marwa-El-Sherbini-Platz eingeweiht worden. Der Gedenkort soll an eine Frau erinnern, die 2009 in Dresden aus rechtsextremistischen Motiven erstochen worden ist.
19.10.2018, 06:31
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Von Matthias Holthaus
Marwa-El-Sherbini-Platz im Viertel eingeweiht

Beyza Yaramis und Kevin Zimnik schauen sich den Gedenkpavillon an.

Scheitz

„Dieser Ort ist der richtige Ort, um einen Platz für Marwa El-Sherbini zu benennen“, sagte Daniel de Olano, stellvertretender Sprecher des Beirates Östliche Vorstadt, bevor er zusammen mit Elianna Renner, Künstlerin und Initiatorin des „Köfte Kosher Projektes“, das neue Straßenschild am bisher namenlosen Platz zwischen der Humboldtstraße, Römerstraße und Fehrfeld enthüllte. Der Marwa-El-Sherbini-Platz soll an die in Ägypten geborene Frau erinnern, die von 2005 bis 2008 in Bremen gelebt hat und im Jahr 2009 in Dresden aus rechtsextremistischen Motiven erstochen worden ist.

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Zugleich wurde der am gleichen Ort stehende Gedenkpavillon für die Opfer rechtsextremer Gewalttaten wieder eingeweiht. Das bereits 2012 zu einem Gedenkort umgestaltete Trafohäuschen zeigt zwölf Porträts von Opfern rechtsextremer Gewalt und musste nach wiederholten Schmierereien restauriert werden. Die von den Übermalungen befreiten Porträts befinden sich künftig unter graffitiabweisenden Acrylglasscheiben. Schülerinnen und Schüler der Wilhelm Wagenfeld Schule haben kurze Biografien der Opfer erarbeitet, die auf das Acrylglas geschrieben wurden.

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