Neuer Vorschlag des Amtes für Straßen und Verkehr berücksichtigt eine Parkfläche für Marktwagen

Maßgeschneiderte Lösung für den Findorffmarkt

Weidedamm. Auf dem Findorffmarkt deutet sich eine Lösung an, die für die Marktleute maßgeschneidert wurde. Auf Betreiben aller Beteiligten und mit Fürsprache von Bürgerschaftsvertretern hat das Amt für Straßen und Verkehr einen Vorschlag vorgelegt, wie das Parken der Marktwagen auch künftig gestattet werden könnte.
11.02.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Anke Velten

Auf dem Findorffmarkt deutet sich eine Lösung an, die für die Marktleute maßgeschneidert wurde. Auf Betreiben aller Beteiligten und mit Fürsprache von Bürgerschaftsvertretern hat das Amt für Straßen und Verkehr einen Vorschlag vorgelegt, wie das Parken der Marktwagen auch künftig gestattet werden könnte. Die Details sollen nun gemeinsam besprochen werden.

Die späte Kundschaft wunderte sich: Am vergangenen Sonnabend, kurz vor Ladenschluss, wurde es noch einmal richtig voll und lebhaft. Biohändlerin Marie Pigors führte ihren Zug von geladenen Gästen aus Ortsamt West, Findorffer Beirat und Bürgerschaft durch die Verkaufsreihen. Anlass war die Übergabe einer dicken Unterschriftenliste: Nach Pigors’ Angaben hatten die Marktkundinnen und -kunden rund 2000 Mal „Nein“ gesagt zur angekündigten neuen Parkregelung. Vorgesehen war, dass ab 1. März kein Wohnwagen, kein Wohnmobil und außerhalb der Markttage auch kein Verkaufswagen mehr auf dem Findorffmarkt geparkt werden darf. Dazu gab es jede Menge Protest seitens der Marktbetreiber und ihrer Kundschaft – der Stadtteil-Kurier berichtete.

Für durchschnittlich 15 bis 20 Marktbetreiber ist der Findorffmarkt Dauerstation. Jahrzehntelang war geduldet worden, dass sie ihre Stände zwischen den Markttagen in Findorff stehen lassen. Im Sinne von mehr Ordnung, mehr Sicherheit und mehr Parkplätzen für die Anwohner sollte die ständige Blockade abgestellt werden: So hatte es sich die Arbeitsgruppe gedacht, die seit Jahren an dem neuen Konzept für den Findorffmarkt arbeitet. Der zusätzliche Aufwand an Zeit und Geld sei für manche Marktleute unzumutbar, argumentierte dagegen Marie Pigors. Weil einige Stände nicht transportabel seien, wären die Betreiber gezwungen, neue Wagen zu kaufen – oder ganz weg zu bleiben. „Keiner hat gefragt, was die Marktleute wollen“, kritisierte Pigors.

Dem konnte Ortsamtsleiterin Ulrike Pala ausdrücklich widersprechen: Zu den Treffen der zuständigen Arbeitsgruppe, der neben den Stadtteilpolitikern auch Vertreter von Polizei, Verkehrsbehörde und Großmarkt angehörten, waren über den Marktsprecher auch immer die Findorffer Händler eingeladen und auf dem Laufenden gehalten worden. Einwände hatte es von dieser Seite nie gegeben: Weil die Informationen offensichtlich nicht bei den Marktleuten ankamen, wie zu hören war. Außerdem hatte sich die Arbeitsgruppe in der Vergangenheit um eine Ausnahmeregelung für die Verkaufsstände bemüht. „Aus der Behörde hieß es aber immer, dass das nicht ginge“, berichtete die Ortsamtsleiterin.

Doch nun zeigte das Amt für Straßen und Verkehr Flexibilität, und dafür gab es ausdrücklich Lob aus Findorff sowie von den anwesenden Bürgerschaftsabgeordneten Heike Sprehe (SPD) und Ralph Saxe (Grüne), den verkehrspolitischen Sprechern ihrer Fraktionen. Vorgesehen ist nun, im mittleren Marktbereich hinter dem Bunker eine Parkfläche für die Marktwagen auszuweisen. Im Bereich zwischen Bunker und Jugendzentrum sollen wie geplant nur noch Pkw parken dürfen. Beim nächsten Treffen der Findorffer Arbeitsgruppe in der kommenden Woche sind die Marktleute erneut eingeladen, sich an den Planungen zu beteiligen. Sie wolle „klar stellen: Wir sind auf ihrer Seite“, betonte Beiratssprecherin Gönül Bredehorst (SPD). Beiratsmitglied Ulf Jacob (Grüne) ergänzte: „Für Findorff ist gut, was für den Wochenmarkt gut ist.“

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