Betonklötze in der Obernstraße

Masten als Vorboten für geplanten Jacobs-Hof

Zwei große Betonklötze mit Masten fixieren die Oberleitungen der Straßenbahn an der Bremer Obernstraße, weil für den geplanten Jacobs-Hof Gebäude abgerissen werden müssen.
09.01.2018, 20:30
Lesedauer: 1 Min
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Masten als Vorboten für geplanten Jacobs-Hof
Von Pascal Faltermann
Masten als Vorboten für geplanten Jacobs-Hof

Ein Mast im Betonsockel an der Obernstraße fixiert die Oberleitungen.

Pascal Faltermann

Über drei Etagen erstrecken sich die hohen Masten aus Metall. Sie stecken in zwei großen Betonklötzen, die in der Bremer Innenstadt an der Obernstraße stehen. Rot-weißes Absperrband flattert an den Zementblöcken, nur ein paar Meter von der Straßenbahnhaltestelle entfernt. Fußgänger wunderten sich, Bahnfahrende rätselten, und auch bei den sonst immer zuständigen Behörden wussten die Vertreter am Dienstag anfangs nicht genau Bescheid, was es mit diesen Betonsockeln auf sich hat. ASV-Sprecher Martin Stellmann hatte dann doch den richtigen Riecher und verwies an die Bremer Straßenbahn AG (BSAG).

„Ja, die sind von uns“, bestätigte dann auch BSAG-Sprecher Andreas Holling. Das Bremer Verkehrsunternehmen habe die beiden Masten an der Obernstraße Anfang der Woche aufgestellt, damit diese die Oberleitungen tragen. Bislang sei es so gewesen, dass die Fahrdrähte für die Straßenbahnen an den Fassaden des Gebäudes daneben befestigt wurden. Doch das sei nun nicht mehr möglich, da das Gebäude offenbar abgerissen und neu gebaut werde – so die Informationen im Haus der BSAG.

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Wie der WESER-KURIER berichtete, will Familie Jacobs die Innenstadt beleben und dafür das Stammhaus der Bremer Kaffee-Dynastie in der Obernstraße gemeinsam mit zwei Nachbarhäusern entwickelt. Die beiden Masten sind also Vorboten für die anstehenden Bauarbeiten. Bauherr ist Christian Jacobs. Er ist Eigentümer des Stammhauses und hat sich das Nachbarhaus Obernstraße 18 sowie die historische Stadtwaage in der Langenstraße gesichert.

Nun sind die Oberleitungen also an den provisorischen Masten angebracht worden, was für die Bauzeit so bleiben soll. Dem Vernehmen nach könnten sich die Arbeiten gut zwei Jahre hinziehen. „Unsere Masten bleiben aber natürlich nicht so lange stehen“, so Holling. Sobald der Neubaufortschritt es erlaube, sollen die Halterungen wieder in der Fassade verankert werden.

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