Zoll in Zahlen

Mehr als vier Milliarden Euro für die Staatskasse

Die Sicherung von Staatseinnahmen ist das Kerngeschäft des Zolls. Dazu kommt die Suche nach Drogen, Waffen, Bargeld und zahlreichen anderen Waren, die illegal ins Land geschleust werden sollten.
02.04.2019, 21:02
Lesedauer: 2 Min
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Mehr als vier Milliarden Euro für die Staatskasse
Von Ralf Michel

Etwa eine halbe Tonne Drogen hat das Hauptzollamt Bremen 2018 sichergestellt. Gefunden wurden Amphetamine, Cannabis, Ecstasy, LSD und alles, was der Markt an Betäubungsmitteln sonst noch hergibt. Den Löwenanteil der sichergestellten Drogen machte mit 423 Kilogramm allerdings Kokain aus.

Kontrolliert wurden gut 180.000 Objekte und mehr als 55.000 Personen. Dabei gab es 2866 Beanstandungen. Sichergestellt wurden unter anderen 199 Waffen und Waffenteile, jede Menge Munition, rund 25.000 Arzneimittel, mehr als eine halbe Million Zigaretten und Zigarren sowie 235 Kilo Wasserpfeifentabak.

Beschlagnahmt wurden außerdem Waren unterschiedlichster Art, von Kleidung, Parfüm und Kosmetik über Schmuck, Uhren und Mobiltelefone bis hin zu Audio/Videogeräten, Computerausrüstung und Hardware. 386.300 Waren wurden insgesamt einkassiert, ihren Wert beziffert der Zoll auf über elf Millionen Euro. 135 Mitbringsel verstießen dabei gegen das Artenschutzgesetz, und auch in der Kategorie „grenzüberschreitender Bargeldverkehr“ wurde der Zoll 2018 fündig – 126.400 Euro wurden sichergestellt.

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Waffen-, Drogen- oder Bargeldfunde des Zolls sorgen in der Regel für Schlagzeilen, Kerngeschäft der Behörde ist jedoch die ­Sicherung von Staatseinnahmen. Damit sind vor allem Einnahmen aus Einfuhrabgaben (Zölle, Einfuhrumsatzsteuer) sowie Verbraucher- und Verkehrssteuern gemeint. Hier stehen für das vergangene Jahr 4,227 Milliarden Euro für das Hauptzollamt Bremen zu Buche, ein Plus von über 700 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr.

Hinzu kamen Einnahmen aus Kontrollen (48.523 Euro), aus Vollstreckung (161.797 Euro) sowie Einnahmen durch Ahndung bei Zöllen und Verbrauchssteuern. 4751 Strafverfahren leitete der Zoll 2018 ein. Sie wurden mit Geldstrafen (insgesamt 31.395 Euro) oder Geldauflagen (120.860 Euro) geahndet. Schließlich gab es 1390 Bußgeldverfahren (46.066 Euro) und 180 Verwarngelder (7455 Euro).

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Zu den Einnahmen für die Staatskasse trug auch das Sachgebiet E bei, die Zollabteilung, die sich mit Schwarzarbeit befasst. 442 Arbeitgeber wurden im vergangenen Jahr überprüft, anschließend 2750 Strafverfahren eingeleitet. Dies führte zu insgesamt 23 Jahren Gefängnis und 592.530 Euro Geldstrafen. Zudem wurden 447 Bußgeldverfahren eingeleitet. Die Summe der festgesetzten Bußgelder betrug dabei 353.555 Euro.

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