Zahlen zum Kitajahr 2018/2019

Mehr Anmeldungen als Plätze

Im Bremer Südosten müssen zusätzliche Kinderbetreuungsplätze entstehen. Anmeldungen steigen im Vergleich zum Vorjahr teils um zehn Prozent.
16.02.2018, 21:32
Lesedauer: 2 Min
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Mehr Anmeldungen als Plätze
Von Christian Hasemann
Mehr Anmeldungen als Plätze

Trotz Containerlösungen wie hier an der Julius-Leber-Straße/Ecke Heinrich-Imbusch-Weg in der Neuen Vahr fehlen Kita-Plätze im Bremer Südosten.

PETRA STUBBE

Die ersten Zahlen über Kita-Anmeldungen für das kommende Kindergartenjahr 2018/2019 sind bekannt. In Osterholz und in der Vahr wird es mit Kita-Plätzen knapp, wie Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) in einer Pressemitteilung mitteilt.

Insgesamt sind fast 23 000 Kinder in Bremen für Kita- oder Krippenplätze angemeldet. Während der Bedarf in vielen Stadtteilen voraussichtlich gedeckt werden kann, sieht es im Bremer Südosten schwieriger aus. Besonders in Osterholz ist der Bedarf schneller gestiegen, als neue Plätze geschaffen werden konnten. 1140 Kita-Plätze standen 2017/18 zur Verfügung, 2018/19 sind es 1214 Plätze. In diesen Zahlen fehlen noch nicht die zusätzlichen Plätze, die im laufenden Jahr entstehen. Läuft alles nach Plan, wird unter anderem die Kita Schwedenhaus im August ihren Betrieb aufnehmen, zum Ende des Jahres könnte auch der Neubau in der Koblenzer Straße stehen.

Nötig sind die Plätze in jedem Fall. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Anmeldungen in Osterholz von 1255 auf 1352 Kinder im jeweils ersten Statusbericht des Jahres. Insgesamt fehlen nach diesen ersten vorläufigen Zahlen 138 Kita-Plätze im Stadtteil Osterholz. Herausgerechnet werden müssen noch Doppelanmeldungen, die tatsächlich notwendige Zahl kann also niedriger liegen. Ähnlich sieht es für den Krippenbereich aus: Hier fehlen in Osterholz nach dem jetzigen Stand 127 Plätze.

Auch in Hemelingen sind die Anmeldezahlen weiter angestiegen: Von 1204 auf 1305 Kinder für den Kita-Bereich und von 409 auf 434 im Krippenbereich. Während für den Krippenbereich schon jetzt genügend Plätze vorhanden sind, fehlen nach dem ersten Statusbericht 106 Kita-Plätze.

In der Vahr fehlen nach derzeitigem Stand 76 Kita-Plätze. Dort stieg die Anzahl der Anmeldungen von 838 auf 904 Kinder im Kita-Bereich. Im Krippenbereich stieg der Bedarf moderat von 338 auf 358. Auch in der Vahr und in Hemelingen kommen im laufenden Jahr noch Plätze in Neu- und Ausbauten, sowie in Container-Lösungen hinzu.

In allen drei Stadtteilen liegt der Anstieg bei Kita-Anmeldungen also in einem Bereich von acht bis zehn Prozent. Und auch wenn die Doppelanmeldungen noch rausgerechnet werden müssen: Im Laufe des Kindergartenjahres können Neuanmeldungen durch Um- und Zuzüge hinzukommen.

Um Kindertagesstätten in sogenannten besonders benachteiligten Stadtteilen zu unterstützen, sollen künftig pro Jahr 2,3 Millionen Euro zur Verfügung stehen – das hat Claudia Bogedan am Mittwoch in der Bildungsdeputation angekündigt. Pro Kita soll in diesem und im kommenden Jahr jeweils eine halbe Stelle für einen Sozialpädagogen sowie 10 000 Euro an Sachkosten bereitgestellt werden.

Eltern haben in Bremen einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz. Kann die Stadt keinen bereitstellen, steht ihnen der Klageweg offen. Ein Weg, von dem gerade Bewohner in benachteiligten Stadtteilen nichts wissen oder den sie nicht auf sich nehmen können.

In Hemelingen folgt am Mittwoch, 21. Februar, 10 bis 12 Uhr, die zweite Planungskonferenz zur Vorbereitung auf das Kitajahr 2018/19 im Ortsamt, Godehardstraße 19.

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