Kreissportbund Bremen-Nord hat seinen Spieltreff eröffnet und denkt über weitere Standorte nach Mehr Bewegung

Vegesack. Eine Mutter hilft ihrer Tochter auf die Pedalos. „Gerade Haltung“, erklärt sie dem Kind, das sich daraufhin flugs in Bewegung setzt.
19.05.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Ulf Buschmann

Eine Mutter hilft ihrer Tochter auf die Pedalos. „Gerade Haltung“, erklärt sie dem Kind, das sich daraufhin flugs in Bewegung setzt. Gleich nebenan auf dem Hartgummiplatz bolzen Jungs auf die beiden fest installierten Tore. Aber nicht nur sie, auch SPD-Beiratsmitglied Gabriele Jäckel hat einen guten Schuss. „Ich spiele immer mit meinem Enkel“, sagt sie, während sich einige Teenager sichtlich vergnügt Wettrennen auf den Hüpfbällen liefern.

Am ersten Nachmittag war schon einiges los auf dem ehemaligen Sportplatz Fährer Flur. Praktisch hinter dem Sport- und Freizeitbad Vegesack bietet der Kreissportbund in diesem Jahr wieder seinen Spieltreff Bremen-Nord an. Dienstags und donnerstags von 15 bis 17 Uhr wird der 20-Fuß-Container geöffnet und gibt allerlei Utensilien frei, mit denen Kinder und Jugendliche Spaß haben können. Bälle in jeder Form und Größe, eine mobile Basketballanlage, bunte Schwingtücher, Dosen an Seilen zum Balancieren, Pedalos und vieles mehr sollen zum Bewegen anregen.

Den Spieltreff gibt es seit drei Jahren. Zuerst war er an der Kreinsloger in Lüssum beheimatet. Doch der Standort dort sei für die eigentliche Zielgruppe „schwer zu erreichen gewesen“, gab Jürgen Linke, Vorsitzender des Kreissportbundes Bremen-Nord (KSBN), zu. Das Projekt sei schnell gestrickt worden – mit den entsprechenden Fehlern. Diese sollen aber jetzt der Vergangenheit angehören.

Laut Jürgen Linke ist der Spieltreff eine Art Selbstläufer, der inzwischen gut angenommen werde – so gut, dass er bereits darüber nachdenke, ob der Kreissportbund nicht auch in Burglesum ein derartiges Angebot auf die Beine stellen könne. „Zusammen mit dem temporären Spielort in der George-Albrecht-Straße hätten wir dann in jedem Stadtteil etwas“, überlegt Linke. Das alles müsse jedoch zunächst mit dem Ortsamt und den Mitarbeitern des Kreissportbundes besprochen werden.

Vegesacks Ortsamtsleiter Heiko Dornstedt wies auf die Entwicklung des Areals hin. Der einstige Sportplatz sei nach der Aufgabe des Sportbetriebes und nach dem Umzug der Sportgemeinschaft Aumund-Vegesack (SAV) zu einem Quartiersplatz geworden. Wenn sich die „weitergehenden Planungen“ mit dem Bau einer Kindertagesstätte (Kita) in die Tat umsetzen ließen, sei der Spieltreff bereits genau am richtigen Platz. Dornstedt: „Das ist eine tolle Entwicklung, die sich da anzubahnen scheint.“ Mit Blick auf die Anfänge des Spieltreffs verwies der Ortsamtsleiter darauf, dass die ursprünglichen Planungen als Standort Wätjens Park vorsahen. Dafür hatten die Beiräte Geld lockergemacht.

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