Kommentar über Wohnen in Bremen

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Wohnraum in Bremen wird immer teurer, und die Politik reagiert mit Neubauprogrammen, um junge Familien in Bremen zu halten. Aber dazu braucht es mehr als bezahlbaren Wohnraum , sagt Frank Hethey.
11.04.2018, 20:11
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Von Frank Hethey

Für Normalverdiener wird es nicht eben einfacher, in Bremen noch zu Wohnraum zu kommen. Schon jetzt ist das Wohnen in bevorzugten Lagen kaum noch erschwinglich. Das gilt für Horn-Lehe und Borgfeld, erst recht für Schwachhausen und Oberneuland. Da macht es durchaus Sinn, sich anders zu orientieren. Zum Beispiel in Richtung Walle als Stadtteil, der in den vergangenen Jahren enorm gewonnen hat. Dumm nur, dass offenbar immer mehr Menschen auf diese Idee kommen. Das zwangsläufige Ergebnis: Auch in den „Ausweichquartieren“ ziehen die Preise für gebrauchte Immobilien spürbar an.

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Eine wenig tröstliche Erkenntnis, die der neue Grundstücksmarktbericht da vermittelt. Bleibt das Umland als günstige Wohnalternative. Mit einem ehrgeizigen Neubauprogramm will der Senat das verhindern, Fördermittel sollen gerade junge Familien im Land Bremen halten.

Immerhin, das Problem ist erkannt, es tut sich was. Doch zur Attraktivität der Stadt gehört mehr als nur bezahlbarer Wohnraum. Wer Bremen jungen Familien schmackhaft machen will, muss wesentlich mehr bieten – vor allem eine vernünftige Kinderbetreuung und gute Schulpolitik.

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