Bremerhavens Polizei legt Zahlen vor

Mehr Einbrüche als im Jahr zuvor

Bremerhaven.Die Zahl der Einbrüche in Bremerhaven ist 2013 erneut gestiegen. Insgesamt wurden 862 Taten bekannt, im Jahr zuvor waren es 635.
21.01.2014, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Frank Miener

Die Zahl der Einbrüche in Bremerhaven ist 2013 erneut gestiegen. Insgesamt wurden 862 Taten bekannt, im Jahr zuvor waren es 635. Polizeidirektor Harry Götze nannte die Zahlen gestern bei der Sitzung des Ausschusses für öffentliche Sicherheit. Der beschäftigte sich auch mit den Ergebnissen einer Untersuchung zu der Problematik.

Laut Götze werden in der vorläufigen Einbruchszahl für 2013 aber noch etwa 100 Fälle berücksichtigt, die im Dezember 2012 begangen worden sind. Für diesen Monat meldete er Positives: Mit nur 15 Taten lägen die Fälle deutlich unter denen vom Januar des Vorjahres.

Um das Problem zu bekämpfen, hat die Stadt vor einigen Jahren einen runden Tisch eingesetzt und zwei Studien in Auftrag gegeben. „Die Polizei in Bremerhaven leistet schon sehr gute Arbeit“, sagte der Autor der Studien, Thomas Feltes von der Ruhr-Universität Bochum „Doch die Polizei allein kann das Problem nicht lösen“, betonte er auch als Antwort auf die Fragen von CDU und „Bürger in Wut“, ob mehr Personal bei der Bekämpfung helfe. Feltens stufte die bundesweit steigende Einbruchskriminalität als gesamtgesellschaftliches Problem ein, das überwiegend in sozial schwierigen Quartieren auftrete.

Mittel- und langfristige Ziele seien die Stärkung von Quartieren, die Konzentration auf Bildung und der Aufbau nachbarschaftlicher Strukturen, erläuterte Feltes den Ausschussmitgliedern. „Damit gehen Sie die Grundlage an und sorgen für eine Verringerung das Fallzahlen.“

Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD), zugleich zuständiger Dezernent, kündigte an, dass die Stadt weitere Anstrengungen gegen die Einbruchskriminalität unternehmen werde. Polizeidirektor Götze verwies in der Sitzung außerdem auf einen „Lichtblick“: Insgesamt seien die Fälle in Bremerhaven seit Mitte vergangenen Jahres offenbar rückläufig.

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