Mehr Fahrgäste erwartet BSAG setzt mobile Reinigungsteams in Bussen und Bahnen ein

Immer weniger Corona-Neuinfektionen werden derzeit in Bremen verzeichnet: Die BSAG erwartet deshalb einen Anstieg der Fahrgastzahlen und weitet das Hygienekonzept aus.
14.05.2021, 16:24
Lesedauer: 2 Min
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BSAG setzt mobile Reinigungsteams in Bussen und Bahnen ein
Von Maurice Arndt

Die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) bereitet sich auf steigende Fahrgastzahlen vor. Ab kommendem Montag, 17. Mai, werden sechs Hygiene-Teams die BSAG-Fahrzeuge auch während des Betriebs reinigen. Die Reinigungsmitarbeiter sollen auf den Hauptlinien der Busse und Bahnen eingesetzt werden.

Geputzt werden sollen die Geräte, die während der Fahrt am häufigsten berührt und genutzt werden. Die sechs Teams werden laut einer Pressemitteilung der BSAG an den Haltestellen Hauptbahnhof, Domsheide, Roland Center, Berliner Freiheit und Vegesack stationiert. "Dort steigen sie im Linienbetrieb zu, reinigen kurz und gründlich, steigen wieder aus und wiederholen den Vorgang im nächsten gegenläufigen Fahrzeug der Linie", schreibt die BSAG. Mit der Reinigung beauftragt ist die Firma Stark aus Stuhr.

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Grund für die Ausweitung des Hygienekonzepts sind die sinkenden Corona-Fallzahlen. Die BSAG geht davon aus, dass wieder mehr Menschen in der Stadt und der Region unterwegs sein werden. "Es ist bereits heute erkennbar, dass mehr Menschen aus dem Homeoffice zurück an ihre Arbeitsplätze kehren und der Handel langsam Fahrt aufnimmt", teilt das Unternehmen mit.

"Mit dieser Maßnahme wird das Reinigungsniveau nochmals gesteigert", sagt BSAG-Vorstandssprecher Hajo Müller. Derzeit reinige das Unternehmen seine Fahrzeuge vor Fahrtantritt in den Werkstätten sowie mit mobilen Reinigungsteams an den Endhaltestellen der Linien. Durch den Luftaustausch in den Fahrzeugen sowie die Abstandsregeln sei die Ansteckungsgefahr gering, sagt der Vorstandssprecher.

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Die BSAG sieht sich und ihre Regelungen dabei auch durch eine vor kurzem veröffentlichte Studie der Charité Research Organisation zum Ansteckungsrisiko im Nahverkehr (ÖPNV) bestätigt. Laut der Studie im Auftrag des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen sei das Fahren mit dem ÖPNV im Hinblick auf eine Corona-Infektion ähnlich riskant, wie die Fahrt mit dem Auto.

Die Studie ist nicht frei von Kritik. Sie wurde zwischen Februar und März durchgeführt. Zu der Zeit waren aufgrund des Lockdowns und des Aufrufs der Bundesregierung von zu Hause aus zu arbeiten die Fahrgastzahlen gering. Zudem wurde nicht erhoben, wo sich Infizierte angesteckt haben und es galt – anders als im Auto – Maskenpflicht. Darauf weist auch Verkehrssenatorin Maike Schaefer (Grüne) als Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz hin. Die BSAG betont: "Wesentlicher Erfolgsfaktor ist und bleiben die Fahrgäste, die mit der Einhaltung der Hygienemaßgaben Ansteckungen vermeiden."

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