Verein sucht Spender für Kunstprojekt Mehr Farbe und Licht im "Friedenstunnel"

Bremen. Der „Friedenstunnel“ soll innen ein flächendeckendes Motiv in hellen Farben und ein neues Beleuchtungskonzept erhalten. 100.000 Euro fehlen dem Verein noch, damit die Umsetzung in zwei Jahren beginnen kann.
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Von Corinna Tonner

Eine Friedenstaube und eine Palme an den Frontseiten hat der Rembertitunnel bereits. Doch damit nicht genug: Der „Friedenstunnel“ soll innen ein flächendeckendes Motiv in hellen Farben und ein neues Beleuchtungskonzept erhalten. 100000 Euro fehlen dem Verein „Friedenstunnel – Bremen setzt ein Zeichen“ noch, damit die Umsetzung in zwei Jahren beginnen kann. 1000 Spender werden gesucht, die jeweils 100 Euro in das Kunstprojekt investieren.

Von außen hat der Verein „Friedenstunnel – Bremen setzt ein Zeichen“ die beiden Fassaden des Rembertitunnels bereits in mehreren Etappen gestaltet. Jetzt ist der flächenmäßig größte Teil dran, das innere Tunnelgewölbe mit einer Spannweite von 20 und einer Länge von 50 Metern. 2015 soll die Umgestaltung beginnen – mit Unterstützung der Bahn-Tochter DB Netz AG, der das Bauwerk gehört. Und dann wird es richtig hell im Tunnel: Das Deckenmotiv soll ein symbolischer, hellblauer Himmel sein mit einer weiß-gelben Sonne in der Mitte und sechs Planeten. Damit das Ganze richtig zur Geltung kommt, soll außerdem ein neues Beleuchtungssystem installiert werden. Darüber hinaus ist geplant, an den Seitenwänden ein 20 Meter breites Mosaik auf Augenhöhe anzubringen. Darauf soll in 100 verschiedenen Sprachen das Wort „Frieden“ zu lesen sein. Erste Segmente dieses Mosaiks werden voraussichtlich im Februar bei Karstadt im Schaufenster ausgestellt.

Für die Umgestaltung der Bahnunterführung zwischen der Parkallee und der Rembertistraße sucht der Verein jetzt Spender, damit bis 2015 die Summe von 100000 Euro zusammenkommt. Regina Heygster, Vereinsvorsitzende und federführende künstlerische Leiterin: „Wir nennen unser Finanzierungsmodell ‚1000 x100‘ oder auch ‚Kreis der 1000‘.“ Denn 100000 Euro sind eine stattliche Summe, in Einzelchargen wird es jedoch überschaubarer, so die Kalkulation der Spendensammler des Vereins.

Der Verein hat bereits 4000 Faltblätter gedruckt, die demnächst verteilt werden sollen, um für Spenden zu werben. Damit genügend Geld zusammenkommt, möchte Regina Heygster ihr Projekt auch auf Veranstaltungen von Lions-Clubs oder Rotariern vorstellen.

Entstanden ist das Kunstprojekt „Friedenstunnel“ nach dem Terroranschlag auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001. Regina Heygster kontaktierte damals die Vertreter verschiedener Religionen in Bremen; sie wollte „ein Zeichen für Frieden, Toleranz und interreligiösen Dialog“ setzen. 2003 wurde der Verein gegründet, der am 16. Oktober sein zehnjähriges Bestehen feiert. Heygster ist stolz auf das Vereinsprojekt und den „Friedenstunnel“: „Die meisten Tunnel sind dunkel und dreckig, und man will nur möglichst schnell wieder raus.“ Das soll in „ihrem“ Tunnel bald ganz anders aussehen: „Wir setzen ein Zeichen an der Durchfahrt von der Neustadt zur Uni in einem Bauwerk, das von Gläubigen und Nichtgläubigen gleichermaßen durchquert wird.“

Von der Stiftung Wohnliche Stadt hat der Verein bereits eine Unterstützung von 18000 Euro zugesichert bekommen. „Das Geld liegt aber nicht auf unserem Konto, wir bekommen es erst, wenn es benötigt wird“, betont Regina Heygster. Die Stiftung, die pro Jahr rund eine Million Euro an Fördermitteln in Bremen und Bremerhaven zu vergeben hat, investiert vor allem in öffentlich zugängliche Bauwerke.

Auch die DB Netz AG will das Projekt durch personellen Einsatz und Vorarbeiten am Tunnel unterstützen. Wie das konkret aussehen wird, ist noch nicht klar, aber der grundsätzliche Konsens sei da, sagt Uwe Bredthauer von DB Netz: „Wir stellen unser Bauwerk gern zur Verfügung.“

Weiteres unter www.rembertitunnel.de oder unter Telefon 0421/175192 75.

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