Winterparty

Mehr Feuriges als Eis

Zum vierten Mal in Folge wurde eine Winterparty am Bürgerhaus Bremen-Mahndorf gefeiert. Das gemütliche Beisammensein draußen kommt bei den Gästen gut an.
17.01.2018, 20:28
Lesedauer: 2 Min
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Von Gerald Weßel

Von Eis ist nichts zu sehen, aber dafür lodert das Feuer kräftig. Bei der zur kleinen Tradition gewordenen Winterparty „Feuer & Eis“ am Bürgerhaus Mahndorf geht es gemütlich und mitunter sogar richtig heiß her.

Die Stände am Bürgerhaus bieten den zahlreichen Gästen Glühwein, Feuerzangenbowle und Bratwürste zu zivilen Preisen. Davon machen viele Besucherinnen und Besucher Gebrauch, beispielsweise auch Bogusia und Justine, die sich entspannt unter dem Zelt bei Glühwein unterhalten, um den frühen Abend in der winterlichen Dunkelheit einzuläuten. Gleich daneben tanzen Brigitte Amras Koppers und Richard Koppers aus Arbergen miteinander zu den Apres-Ski-Hits, die aus den Boxen einer mobilen Van-Diskothek dröhnen. „Eine tolle Sache“, sagen die beiden, und prosten sich mit der Feuerzangenbowle zu.

Wo die Feuerschalen auf den umgebauten Weinfässern heimelige Wärme bieten, geht es bei der sechsköpfigen Jugendgruppe des Zirkus Bambini feurig zu. Die Mädchen und Jungen unterhalten die Gäste mit einem Auszug aus ihrem Programm – einer Feuershow. Ein Skybeamer wirft bei alldem Lichter auf die Bäume und Häuser drumherum und fügt dem Abend ein optisches Schmankerl hinzu, das der Outdoor-Disco-Atmosphäre zu Gute kommt. Leider spielt sich in diesem Jahr im Himmel ansonsten wenig ab. Bei bestem trockenem Winterwetter lässt sich weder Eis vom Himmel, noch Schnee aus der Schneekanone blicken. Letztere steht – anders als im Vorjahr – nicht mehr zur Verfügung. Auch bleibt der nächtliche Himmel dunkel, weil das Feuerwerk aus Kostengründen und wegen des komplexen Zulassungsverfahrens ebenfalls ausbleibt. Das alles stört die meisten Gäste aber nicht, auch der Spaß für Leonie und Jona ist ungetrübt. Die beiden sind drei Jahre alt und verbringen einen lustigen Abend in familiärer Begleitung.

Für die Musik zeichnet einmal wieder DJ Vlado verantwortlich, der als halbprofessioneller DJ aktiv ist. Der hauptberufliche Elektriker hat auch seinen Sohn mitgebracht. Er genießt Abende wie diesen: „Ich habe viel Spaß daran.“ Es sei „das Schönste, was es gibt, wenn die Leute an einem Abend wie heute tanzen, die Musik genießen und einfach eine tolle Zeit haben“. Und die haben viele. Der Veranstalter erklärt später, dass sich etliche Leute sehr dankbar für den Abend zeigen, da es kaum Gelegenheiten zum Feiern vor der Haustür in Mahndorf gebe.

Für Sicherheit rund ums Feuer ist im wahrsten Sinne des Wortes allzeit gesorgt, denn im Vorfeld waren von dem engagierten Personal des Bürgerhauses extra noch Feuerlöscher und Löschdecken besorgt und bereit gelegt worden. „Es kam zu keinerlei Vorfällen, nicht mal eine Brandblase“, resümiert Jens Waehnert, der zwar aus Erfahrung nicht mit Schlimmem gerechnet hat, aber dennoch beruhigt ist, das es auch so gekommen ist. „Feuer ist ja nie ganz ohne Risiko.“ Um Mitternacht endet die Feier, an der bis dahin etwa 180 Gäste teilgenommen hatten. „Wir sind hochzufrieden“, sagen Jens Waehnert und sein Team. Es sind mehr Leute als im vergangenen Jahr gekommen, allerdings deutlich weniger als in den ersten Jahren, wo es fast 400 Personen gewesen sind, die sich rund ums Feuer trafen. Aber: „Das war zu viel“, sagt Waehnert. „Dieses Jahr war es exakt das richtige Maß, das wir auch personell stemmen können.“ Trotz des Aufwandes für die Organisation sind alle fest entschlossen: Im kommenden Jahr wird es wieder Feuer und dann ja vielleicht auch einmal wieder Eis am Bürgerhaus Mahndorf geben.

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