Neue Spielzeit im GOP-Varieté-Theater Bremen

Mehr Glitzer im neuen Jahr

Shows voller Facettenreichtum, das verspricht die neue Saison des GOP-Varieté-Theaters in Bremen. Das Programm für 2020 wurde jetzt vorgestellt.
04.12.2019, 20:36
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Mehr Glitzer im neuen Jahr
Von Sigrid Schuer

Werner Buss ist ein Überzeugungstäter. Das ist dem künstlerischen Direktor der GOP-Varieté-Theater deutlich anzumerken. So wippt er während der Präsentation des Programms für 2020 im Bremer GOP im Techno-Rhythmus mit. Der Name ist Programm, denn eine der Shows trägt den Titel „Elektro“, DJ Stache wird dazu live auflegen. Das artistische Konzert geht vom 4. September bis 25. Oktober im Bremer GOP-Varieté-Theater über die Bühne.

Artisten, Sänger, Tänzer und Musiker sollen in der Show Bewegung in Klänge verwandeln. Nun beginnt Buss von den Artisten der Varieté-Familie zu schwärmen. Alle handverlesen, wie er betont. Zumeist Entdeckungen des innovativen Weltfestivals des Circus von Morgen in Paris. Wie überhaupt die GOP-Gruppe nach dem Cirque du Soleil weltweit der zweitgrößte Arbeitgeber für Artisten sei, sagt Werner Buss.

Shows voller Facettenreichtum

Seine Lieblingsvokabeln: „Das ist alles so voller Liebe“ und „Das ist Gänsehautgefühl pur“. Werner Buss ist mit seinen Shows erfolgsverwöhnt. Und das Zugpferd unter den bundesweit sieben GOP-Varieté-Theatern ist Bremen, das vor sechs Jahren seine Pforten öffnete. „Es ist der erfolgreichste GOP-Standort in Deutschland“, betont Buss. Die Silvester-Show im Bremer GOP ist bereits seit August ausverkauft. „Für die anschließende Silvester-Party im Foyer und im Dance-Club Adiamo gibt es nur noch wenige Restkarten“, sagt der künstlerische Direktor.

Nicht nur hier wird es reichlich Lametta geben. Denn Werner Buss verspricht auch für „Bang Bang“, die Show, die vom 7. Mai bis 28. Juni im GOP zu sehen sein wird, „Glitzer total“ mit wilden und schrägen Akzenten. Für den kanadischen Regisseur Anthony Venisse ist es bereits die dritte Show für das GOP. Er arbeitete in Montreal auch für den Cirque du Soleil. Für „Bang Bang“ ist die Musik der 60er-Jahre der passende Soundtrack. So werden Lieder von Herman van Veen und Nina Hagen („Ich hab' den Farbfilm vergessen“) zur Show-Kulisse zu hören sein, einem Foto-Studio.

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Passend zur Jahreszeit soll es bei „Undressed“ vom 9. Juli bis 30. August mit raffinierter Erotik ganz schön heiß zugehen, kündigt Buss an. Und verpasst der Show gleich noch das Label „pur“. Weniger Glitzer sei eben oft mehr, sagt er. Das Circus-Theater „Bingo“ aus Kiew in Person des Duos Irina German und Igor Protsenko wird die Show in Szene setzen. Sie inszenierten schon die Eröffnungsshows für das Zirkusfestival in Monte Carlo und Circus Roncalli. Und auch Artisten aus Kiew stehen in Bremen auf der Bühne. „Bingo lebt von starken, selbstbewussten Frauen“, sagt der künstlerische Direktor.

Vom 11. März bis 30. Mai ist im GOP mit der Artistin und Comedy-Entertainerin Chantall in der Show „Humorzone“ dann Spaß total angesagt. Unter der Varieté-Kuppel sind zudem in der schwindelnden Höhe von mehr als zehn Metern drei finnische Töchter der Lüfte am Dreier-Trapez zu erleben. Nicht zu vergessen der chilenische Puppenspieler Francisco Obregon. Das neue Jahr fängt indes wesentlich stiller an. Werner Buss preist die Tiefe und Poesie der Show „Sombra“ – „Ein Spiel aus Licht und Schatten“, die vom 17. Januar bis 8. März im GOP über die Bühne geht.

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Der Tanz wird den roten Faden von „Sombra“ bilden. Wie überhaupt jede der sechs Varieté-Shows des neuen Jahres mit ihrer Unterschiedlichkeit und ihrem Facettenreichtum für jeden Geschmack etwas bieten dürfte. Beginn und Ende der neuen Spielzeit bilden eine Klammer, wie Werner Buss betont. Wer kennt es nicht, eines der berühmtesten Bücher der Welt, Antoine de Saint-Exupérys „Der kleine Prinz“. Von Autor Markus Pabst, der für das GOP schon viele Geschichten ersonnen hat, stammt die Varieté-Fassung „Der kleine Prinz auf Station 7“. Sie ist vom 29. Oktober bis 3. Januar 2021 zu erleben. In der Hauptrolle ist mit Tim Krieger ein Ausnahmetalent an den Strapaten zu sehen, verspricht der Direktor.

Die Welt des Kleinen Prinzen

Krieger spielt einen kleinen Jungen, der Patient in einem Kinder-Hospiz ist und sich in seinem Zimmer in die Welt des „Kleinen Prinzen“ hineinträumt. Die Charaktere aus dem Buch erwachen plötzlich zum Leben, wie der Laternenmann an der Pole-Stange. Hinzu kommt ein Puppenspieler. Eine der Besonderheiten dieser Show: Der Künstler Ernesto wird in jeder Vorstellung aufs Neue das Bühnenbild via IPad live malen. Es wird dann auf die Bühne projiziert. Regie führt der Berliner Regisseur Pierre Caesar. Wie in „Sombra“ soll es tiefsinnig und poetisch werden.

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