Ein Forum für Wünsche und Sorgen von Jugendlichen soll entstehen: Erste Ideen für geplante Jugendkonferenz im Herbst 2011

Mehr Hilfe bei der Berufsberatung und kostenlose Nachhilfe

Vegesack. Worüber machen sich Jugendliche in Bremen-Nord Sorgen? Welche Wünsche haben sie? Über welche Themen würden sie gerne mal mit Kommunalpolitikern aus Blumenthal, Vegesack und Burglesum reden? Eine Jugendkonferenz soll Jugendliche und Ortsbeiräte miteinander ins Gespräch bringen.
12.04.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Gabriela Keller

Vegesack. Worüber machen sich Jugendliche in Bremen-Nord Sorgen? Welche Wünsche haben sie? Über welche Themen würden sie gerne mal mit Kommunalpolitikern aus Blumenthal, Vegesack und Burglesum reden? Eine Jugendkonferenz soll Jugendliche und Ortsbeiräte miteinander ins Gespräch bringen.

Geplant ist sie für Herbst 2011, vorbereitet wird sie jetzt. Eine Veranstaltung im Bürgerhaus Vegesack hat das vom Bremer Jugendring initiierte und von den Nordbremer Beiräten mitgetragene Projekt auf den Weg gebracht. Mehr als 20 Jugendliche sowie Vertreter von Beiräten und sozialen Einrichtungen hatten sich im Bürgerhaus eingefunden. Mit dabei: die Jugendfeuerwehr Vegesack, der Jugendbeirat Burglesum, das Freizeitheim Alt-Aumund, das Jugendcafé Haven Höövt, der Mädchentreff Lilas Pause und das Streetworker-Team Nord.

"Ziel ist, Jugendliche aktiv an der Gestaltung der europäischen Jugendstrategien zu beteiligen und ins Gespräch mit Politikern zu bringen", sagte Vegesacks stellvertretende Ortsamtsleiterin Christina Jantz. Jugendliche sollen Forderungen formulieren. Die Wünsche aus den Stadtteilen sollen dann Kreise ziehen: von den Stadtteilen in die Bürgerschaft, auf nationale Ebene bis hin in die europäische Politik. So sieht es zumindest die Theorie vor.

Im Bürgerhaus ging es jetzt darum, mögliche Themen für die Jugendkonferenz zu sammeln. Den Jugendlichen fiel eine ganze Menge ein, worüber sie mit Politikern reden wollen. Stichwort Beruf: Mehr Berufsberatung wünschen sie sich, mehr Hilfestellung bei der Bewerbung aber auch Berufschancen unabhängig von Herkunft und Schulform. Schule ist ein Thema, da sehen die Jugendlichen viel Verbesserungsbedarf. Sporthallen müssten saniert werden, Schulbücher und Unterrichtsmaterialien seien veraltet, Mensaessen sollte billiger werden. Kostenlose Nachhilfe wünschen sich die Jugendlichen und kürzere Unterrichtszeiten, damit nach der Schule noch Freizeit bleibt. Der Wechsel zwischen den Schulformen sollte leichter werden.

Lang ist die Wunschliste zum Thema Sport. Die Jugendlichen wollen mehr Sportplätze und -hallen. Schulsporthallen möchten sie auch in der Freizeit nutzen können. Kostenlose Sportangebote stehen auf der Wunschliste. Aber auch Themen wie Stalking, Cyber-Mobbing, Koma-Trinken und Kindermissbrauch liegen den Jugendlichen am Herzen. Klimaschutz und Atomkraft beschäftigen sie.

In verschiedenen Workshops sollen die Themen in der Jugendkonferenz von den Teilnehmern bearbeitet werden. Angela Ruess vom Bremer Jugendring würde sich freuen, wenn noch mehr mitmachen. Jugendliche können sich bei Ruess unter der Telefonnummer 0421/7926223 melden. Ein erstes Treffen der Projektgruppe ist nach Ostern geplant.

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