Arbeiten in Oberneuland und Horn-Lehe dauern noch bis Ende des Monats Mehr Lärmschutz an der Bahn

An der Bahnstrecke nach Hamburg soll es leiser werden: Nördlich der Gleise zwischen Horn-Lehe und Oberneuland wird eine 1800 Meter lange Schallschutzwand gebaut. Bis Ende Februar will die Bahn das Schallschutzprojekt beenden. Die Siedlung südlich des Schorfs geht weiterhin leer aus.
14.02.2013, 05:00
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Mehr Lärmschutz an der Bahn
Von Jörn Hüttmann

An der Bahnstrecke nach Hamburg soll es leiser werden: Nördlich der Gleise zwischen Horn-Lehe und Oberneuland wird eine 1800 Meter lange Schallschutzwand gebaut. Bis Ende Februar will die Bahn das Schallschutzprojekt beenden. Die Siedlung südlich des Schorfs geht weiterhin leer aus.

Horn-Lehe·Oberneuland. Schallschutzprojekt, zweiter Teil: An der Bahnstrecke Bremen-Hamburg in Oberneuland und Horn-Lehe wächst derzeit die Vollverkleidung. "Wir arbeiten seit Anfang Januar an der Schallschutzmauer nördlich der Strecke", sagt Ralf Beckmann von der DB Projektbau GmbH. "Wenn wir fertig sind, wird es hier deutlich leiser."

Beckmann kennt den zweigleisigen Streckenabschnitt östlich der Autobahn 27 genau. "Vor einem Jahr haben wir auf der südlichen Seite mit dem Lärmschutzprojekt begonnen." Zwischen dem Achterdiek und dem Wendehammer in der Hartlaubstraße haben er und sein Team damals die ersten Elemente der grünen Schallschutzmauer aufgestellt. "Zwei Monate haben wir für die 1500 Meter gebraucht."

Wenn es nach Beckmann ginge, wäre es in den angrenzenden Wohnvierteln schon längst leiser. "Natürlich hätten wir das Projekt gerne in einem Rutsch fertig gebaut. Aber wir können uns die Bautermine leider nicht aussuchen. Sie werden zugewiesen." Für die aktuellen Bauarbeiten wurde das nördliche der zwei Gleise gesperrt. "Das muss von langer Hand geplant werden", sagt Beckmann. Schließlich werde auch an vielen anderen Stellen der Strecke gebaut. Wichtig sei, dass der Zugverkehr rollt. So mussten die Nordanrainer rund ein Jahr warten, bis auf ihrer Seite der Bahnstrecke die ersten Stützpfeiler für die Schallschutzmauer in den Boden gerammt wurden.

Das Grundgerüst steht

"Die Pfeiler stehen mittlerweile alle", sagt Beckmann. Beim Aufbau der Wand werden jetzt zuerst im unteren Teil der Mauer Betonplatten zwischen den Pfeilern eingesetzt. "Der Bereich liegt unterhalb der Schiene, dort brauchen wir keinen extra Schallschutz", erklärt Beckmann. "Und so ist die Wand stabiler." Direkt darüber verbauen die Arbeiter Schallschutzelemente aus Aluminium. Die Spezialplatten haben kleine Löcher auf der Innenseite und sind mit Dämmwolle gefüllt, damit sie den Lärm schlucken. Die Wand soll zwei bis drei Meter hoch sein, je nachdem, was das Schallschutzgutachten vorsieht. Bis Ende Februar soll der 1800 Meter lange Schallschutz an der Nordseite fertig sein. Wie stark die einzelnen Anwohner dann entlastet werden, lasse sich nur schwer genau beziffern. "Im Schnitt wird der Lärm um rund fünf Dezibel (A) gesenkt", sagt Beckmann. Je näher ein Haus an den Gleisen steht, desto größer ist die Entlastung. "Komplett verschwinden wird der Lärm allerdings nicht. Wir können ihn nur reduzieren."

Für Ralf Beckmann ist das Projekt beendet, wenn das letzte Schallschutzelement per Kran eingepasst wurde. Mit dem aktuellen Bauplan sei jedoch nicht allen Anwohnern geholfen, kritisierte der Beirat Horn-Lehe bereits 2011. Es sei unakzeptabel, dass der Lärmschutz nicht auch auf der südlichen Seite zwischen dem Achterdiek und der A27 geschlossen wird. Dazu erklärt Beckmann: "Das Wohngebiet wurde nach 1974 gebaut und hat einen eigenen Schutzwall." Dadurch falle es aus dem Förderprogramm des Bundes heraus. Die Baukosten für die jetzigen Schutzwände auf der Nord- und Südseite betragen insgesamt 4,9 Millionen Euro.

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