Bremen in Zahlen: Krankenhäuser

Mehr Patienten, weniger Personal

2018 behandelten Bremer Krankenhäuser jährlich über 42.000 Patienten als noch Mitte der 1990er-Jahre. Währenddessen sinken die Zahlen derjenigen, die sich um sie kümmern.
17.05.2021, 05:00
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Von Lisa Urlbauer
Mehr Patienten, weniger Personal

Das Klinikum Bremen-Mitte ist eines der größten Zentralkrankenhäuser in Deutschland. 

Frank Thomas Koch

Es ist der Gründungsbau dessen, was die Stadt heute als Klinikum Bremen-Mitte kennt: das Gebäude sieben, die alte HNO-Klinik. Zwischen 1847 und 1851 wurde sie in der St.-Jürgen-Straße 1 errichtet – und als großes Krankenhaus bezeichnet. 1852 folgte die Frauenklinik, die chirurgische 1889. Es ist das erste moderne Krankenhaus Bremens, speziell für seinen Zweck errichtet. Ursprünglich war die Krankenanstalt eine private, mildtätige Stiftung unter staatlicher Aufsicht. 1897 kam sie in den Besitz und die Verwaltung des Landes. Heute gibt es insgesamt 14 Krankenhäuser im Zwei-Städte-Staat. 2004 begann ihre Privatisierung: Aus den kommunalen Zentralkrankenhäusern Bremen-
Nord, St.-Jürgen-Straße, Bremen-Ost und Links der Weser wurden Kliniken – und aus den Eigenbetrieben der Stadt gemeinnützige Gesellschaften. Zusammengekommen sind sie unter dem Dach der Gesundheit Nord (Geno).

Zehn Jahre später mussten die vier Einrichtungen ihre rechtliche Selbstständigkeit aufgegeben. „Klinik-Quartett kommt in eine Hand“ titelt der WESER-KURIER zu diesem Zeitpunkt. Mit planerisch fast 3000 Betten und etwa 8000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Geno nach eigenen Angaben im Jahr 2019 einer der größten „Krankenhauskonzerne“ in Deutschland gewesen. Die vier freigemeinnützigen Krankenhäuser haben sich 2005 zu einer Kooperationsgemeinschaft zusammengeschlossen – das Diako, das St. Joseph-Stift, die Roland Klinik und das Rotes-Kreuz-
Krankenhaus. Wirtschaftlich sind sie weiterhin voneinander unabhängig.

Gut 1300 Ärztinnen und Ärzte haben laut des statistischen Jahrbuchs 1995 in den Krankenhäusern im Land Bremen gearbeitet sowie fast 11.000 Beschäftigte als nicht-ärztliches Personal, etwa in der Pflege oder aber in der Verwaltung. Bis 2018 ist die Zahl der Ärzte auf gut 2000 angestiegen – während das nicht-ärztliche Personal um mehr als 1500 Beschäftigte abgenommen hat. Währenddessen hat die Zahl der Patienten, die jährlich behandelt werden, seit Mitte der 90er-Jahre um mehr als 42.000 Menschen zugenommen.

Die unten stehenden Zahlen sind dem aktuellen statistischen Jahrbuch entnommen und beziehen sich, wenn nicht anders ausgewiesen, auf das Jahr 2018 im Land Bremen.

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